Update Zwangsversteigerung

Bis zum letzten Moment der 30-minütigen Bietphase sah alles nach einem Schnäppchen aus, dann schoss der Preis genauso in die Höhe, wie man es von eBay-Auktionen kennt. 30 Bieter stachelten sich gegenseitig an. Nachdem ein Gebot über dem Verkehrswert lag (siehe letzter Beitrag), habe ich die Auktion verlassen, das endgültige Höchstgebot kenne ich also nicht.

Meine Rechnung schien sowieso ein wenig zu optimistisch gewesen zu sein, und “wertblog.de” hat mich freundlicherweise noch darauf hingewiesen (z.B. sind die Abschreibungen komplett falsch, da ich übersehen habe, die Einnahmen gegenzurechnen).

Was lernt man daraus? Erstens: Eine bessere Kalkulation aufzustellen und mehr über Immobilienbewertung lernen. Zweitens: Zwangsversteigerungen sind nicht unbedingt ein Bargain. Falls ihr Vorschläge habt, wie man anders preisgünstig Immobilien erstehen kann, sagt Bescheid!

Zum Thema Immobilienschnäppchen fällt mir noch die Geschichte von einer Ex-Kollegin ein: Die hatte sich eine 70qm Wohnung in Dublin gekauft, und zwar für 600.000 EUR (!). Zu 100% finanziert mit variablem Zins, für den sie monatlich ca. 1.500 EUR berappen musste. Sie sprach die ganze Zeit von “zukünftiger Wertsteigerung”, “Investition in die Zukunft” usw. Für mich klang es eher nach einer Immobilienblase und dem schlechtesten Geschäft, von dem ich jemals gehört habe.

Es gibt bessere Investitionen, als Immobilien teuer zu erstehen.

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6 Reaktionen zu “Update Zwangsversteigerung”

  1. LittleLoneStar

    Nicht aufgeben, geht nämlich auch so:

    Verkehrswert: 27800,-
    Steigpreis: 7000,-
    Nettokaltmiete: 3000,- pa (niemals pünktlich, Die ARGE zahlt vor dem 1st :-)
    Rohertrag: 42%

    Spekulationsgewinn: 0,- (will keiner haben)
    Das ganze in 3 Jahren 15x gemacht.
    Wenn es so weiter geht, in drei Jahren Verkehrswertmillionär.

    Viel Erfolg

  2. financier

    @LittleLoneStar
    Hört sich ja recht nett an :) Um welche Stadt handelt es sich, wenn ich fragen darf

  3. marcelmarc

    wie war euer erster kauf? stehe kurz vor meiner ersten immobilie… momentan informiere ich mich noch. hab leider nur sehr wenig ek (5000), sollte ich klein anfangen? z.B. 1Z Eigent.Wohnung und diese vermieten?.. zumindest könnte ich so das risiko überschaubar halten. natürlich möchte ich später in größere immobilien investieren.. aber ich will einfach erstmal erfahrung sammeln. Ein neuling fällt oft auf die nase,.. und dann will ich zumindest nicht komplett pleite sein :)

    tips.. infos und vorgehensweise? würde mich super interessieren wenn ihr von euren ersten aktionen berichtet…

  4. JEH

    hey,
    zuerst mal: toller Blog. Zufällig bin ich auf den Blog gestoßen, da ich in etwa 10 Monaten meine erste Immobilie kaufen möchte. Im optimalen Fall wäre das durch eine Zwangsversteigerung.
    @ marcelmarc: hast du schon etwas gekauft, wie teuer war das und wie groß war die immobilie?

  5. Stefan Rothe

    Bei Zwangsversteigerungen nur Objekte, die leer stehen. Wenn Leute in dem Objekt sitzen, die durch die Bank um ihr Eigentum gebracht wurden, wird die Sache schnell unberechenbar und Du hast eine Ruine oder lernst den Rechtsstaat vor den Zivilgrichten kennen. Ich kenne jemanden, der schon seit drei Jahren versucht, die Leute aus einer Wohnung herauszubekommen. Ohne einen Cent Einnahmen aus dem Objekt.

  6. Alter

    @marcelmarc

    Wenn Du wenig EK hast, dann kalkuliere auf jeden Fall für den worst case ein, dass ..
    - die Wohnung ein paar Monate unvermietet ist,
    - keine Steigerung der Miete hat,
    - die Zinsen steigen.

    Sowas solltest Du abfedern können. Es gibt nichts schlimmeres, als verkaufen zu MÜSSEN.

    @Stefan Rothe

    Objekte, die vermietet sind, sind auch ok. Man sollte dann beachten, dass man gegenüber dem Mieter auch für die Kaution haftet und die ggf. nicht vom Vor-Eigentümer wegen der Insolvenz nicht bekommt.

    Gruß, Alter

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