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Der Anlass dieses Beitrags ist die Leistungsabrechnung für meine private Krankenversicherung. Weil ich alle möglichen Zahnbehandlungen schwerwiegender Art in dieses Jahr gelegt habe, mußte ich als Privatpatient 901,83 Euro vorstrecken. Hätte ich dieses Geld nicht aus der Kasse bezahlen können, wäre auch eine 0%-Finanzierung über Z-Easy möglich gewesen (nur erhältlich bei Rückzahlung innerhalb von 6 Monaten)- Vorauszahlungen sind also nicht das Problem. Das eigentliche Problem war, dass ich von den 901,83, die bisher als Forderungen in meiner Bilanz standen, nur 501,07 Euro zurückerhalten habe und den Rest (400,76 Euro) abschreiben kann. Dann habe ich angefangen zu rechnen, ob sich die private Krankenversicherung gegenüber der gesetzlichen überhaupt lohnt. Ergebnis: Ich spare jährlich weit über 2..500 Euro! Im folgenden führe ich mal aus, wie ich auf diese Zahl komme. Die Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung betragen zwischen 12% und 16% des sozialversicherungspflichtigen Einkommens. Bei 6.000 Euro brutto im Monat sind das im 720 Euro. Der Betrag wird aber zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen, d.h. an Dir bleiben dann noch 360 Euro hängen. Die Beiträge für private Krankenversicherungen sehen da ganz anders aus. Statt eines Prozentsatzes wird hier ein fixer Betrag fällig, der für mich bei 250,48 Euro monatlich liegt. Die Hälfte davon, 125,24 Euro, übernimmt der Arbeitgeber. Effektiv muss ich also nur 125,24 Euro pro Monat zahlen. Jetzt haben wir für den Fall oben (6.000 Euro brutto pro Monat) eine Ersparnis von 234,76 Euro pro Monat oder 2.817,12 Euro im Jahr. Im Alter steigen die Beiträge für die PKV stark an. Laut Stiftung Warentest ist davon auszugehen, dass ein heute 35-jähriger, der in 30 Jahren in Rente geht, etwa das dreifache an Beitrag zahlen muss. Da wäre die GKV als Rentner sicher preiswerter, weil es weiterhin bei dem Prozentsatz bleiben wird und gleichzeitig das Einkommen für die meisten im Alter geringer ausfällt. Allerdings kann man z.B. die Ersparnisse von heute so anlegen, dass man daraus alle Beiträge bestreiten kann. Unsere Ersparnis von oben (234,76 Euro monatlich) könntest Du z.B. zu 4% anlegen und erhälst dann nach 30 Jahren bei Renteneintritt 161.421 Euro oder bei 8% 332.961.47 Euro- ein Betrag, mit dem man bei die erhöhten Beiträge von ca. 750 Euro locker finanzieren kann. Außerdem musste man ja trotzdem noch Beiträge für die Gesetzliche zahlen, wenn man nicht privat versichert ist. Wenn Du folgende Eintrittsbedingungen erfüllst, ist der Wechel in die private auf jeden Fall lohnend:
Für den Wechel hilft Dir die Finanztest 12/2006. Mein Tarif VC2 der Barmenia lag glücklicherweise auf Platz 2 im Ranking “Tarif für angestellte Männer”. |
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7 Reaktionen zu “Fast 3.000 EUR Ersparnis pro Jahr mit privater Krankenversicherung”Einen Kommentar schreiben |
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Am 6. Dezember 2007 um 12:28 Uhr
Du solltest nicht vergessen zu erwähnen, dass der Wechsel in die Private Krankenversicherung eine Einbahnstraße ist.
Wenn später dann doch Kinder hinzukommen, kann es schnell teuer werden, da die Kinder dann ebenfalls privat versichert werden müssen.
Insbesondere gibt es Private Krankenversicherungen (und ich spreche leider aus Erfahrung), die zwar beim Abschluß günstig sind, dann aber jedes Jahr um ca. 10% Beitragssteigerung zulegen.
Ein Wechsel in die Private sollte daher sehr gut überlegt und sehr gut recherchiert sein.
Aber ein weiterer Vorteil der Private ist natürlich, dass man beim Arzt eher dran kommt (bzw. manchmal überhaupt nur einen Termin bekommt) ;-)
Am 6. Dezember 2007 um 13:19 Uhr
!! 10% Beitragssteigerung? Hast Du dann gewechselt?
Bzgl. Kinder: Da hat man ja immernoch die Option, dass die Frau gesetzlich versichert bleibt und so die Kinder mitversichert. Oder gibt es da einen Haken?
Am 6. Dezember 2007 um 14:12 Uhr
Nach der dritten massiven Beitragssteigerung habe ich dann gewechselt. Problematisch ist dann eben nur, dass man nicht jünger wird :-) und damit eben auch gleich in höhere Grundbeiträge kommt.
Die Möglichkeit die Kinder bei der Frau mit zu versichern gibt es – soweit ich weiß – nur sehr eingeschränkt.
Erstmal muss dazu die Frau arbeiten. Ich bin mir nicht sicher wie früh man derartige Lebenskonstellationen in jungen Jahren vorhersehen kann.
Und – soweit ich weiß – reicht es auch nicht, dass die Frau einen Nebenjob o.ä. hat. Mir schwingt in Erinnerung, dass die Kinder beim “Hauptverdiener” mitversichert werden müssen.
Man kann die Kinder aber natürlich auch freiwillig gesetzlich versichern (wenn eine gesetzliche Kasse sie nimmt, sie muss nicht), natürlich nicht als “Familienversicherung”. Bisher war meine Erfahrung, dass die gesetzlichen Kassen auch gerne freiwillig Versicherte nehmen, allerdings sind die Kosten dafür wieder höher (und die Leistung schlechter) als bei den Privaten.
Am 19. Januar 2008 um 14:00 Uhr
[...] dazu, sondern auch die Abschreibung von Forderungen gegenüber der Krankenkasse (dazu folgender Beitrag). Dennoch konnte ich eine sehr moderate Nettovermögenssteigerung von 614,43 Euro auf 43.325,27 [...]
Am 30. Juli 2008 um 12:40 Uhr
Das ist doch unsauber gerechnet. Hast Du schon etwas von der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung gehört? Die liegt 2008 bei 43.200 EUR – das ist der festgelegte Höchstsatz, aus dem der Beitrag zu zahlen ist.
Bei durchschn. 13,5% ist das ein Betrag von 286 EUR, also 243 EUR für den Arbeitnehmer abzgl. dem Vorteil aus deinem Tarif von 125,24 EUR ergibt das eine Jahresersparnis von 1.413 EUR. Die Rückvergütung bei nicht in Anspruchnahme ist hier nicht berücksichtigt.
Ich würde mi eine saubere Recherche wünschen – zum Vermögensaufbau gehört halt das Interesse an Details.
Am 16. Oktober 2008 um 15:04 Uhr
Am Rande: zum 01.01.2009 steigt der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) auf 15,5%- der Staat langt wieder ma zu. Da lohnt sich vielleicht ein Wechsel in die private umso mehr…
Am 29. Januar 2009 um 07:24 Uhr
Noch ein Nachtrag zu diesem Artikel, der auch ein wesentliches Argument für die PKV ist: Bei Nichtinanspruchnahmen -und das ist bei guter Gesundheit in jungen Jahren anzunehmen- bekommt man bei den meisten PKVs zwischen 1 und 3 Monatsbeiträgen (abhängig von der Dauer der Nichtinanspruchnahme) rückvergütet. Die Rückvergütung erfolgt inklusive des AG-Anteils.
Und falls doch mal der Schuh drückt bzw. der Zahn schmerzt, kann man eine Asienreise beispielsweise mit Top-Medizinleistungen zu günstigen Preisen aus der Portokasse bestreiten.