Bilanz 2007 – Teil 1

Das Jahresende nähert sich und es ist Zeit, Bilanz zu ziehen. Im About-Teil dieses Blogs habe ich mein Ziels festgehalten: Mit 35 bzw. im Jahr 2014 Millionär zu sein. Das sind noch knapp sieben Jahre. Jetzt zum Jahresende ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen, und zwar in drei Teilen:

  1. Erreichtes in 2007
  2. Definition des Gaps
  3. Ziele definieren

Den ersten Punkt frühstücke ich in diesem Beitrag ab. In Teil zwei werde ich eine Prognoserechnung aufstellen und feststellen, wie groß mein momentaner Gap ist d.h. wie viel Geld mir zur ersten Million fehlt. Ein Leser hat zu meinem Portfoliobeitrag im November kommentiert: „Ich finde deinen Blog sehr interessant und hab hier immer regelmäßig vorbei geschaut und werde das natürlich auch in Zukunft weiterhin tun, jedoch glaube ich momentan, dass du dein zugegebenermaßen sehr ehrgeiziges Ziel mit der Million im Jahr 2014 ziemlich deutlich verfehlen wirst.“ - ganz unrecht hat er nicht. Denn wenn es so weitergeht wie bisher, werde ich das Ziel auch sehr deutlich verfehlen. Teil drei ist der wichtigste. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich für das Jahr 2007 nur sehr ungenaue Zwischenziele definiert habe wie z.B. „20% Portfoliorendite“. Das ist ja ganz nett, aber es gibt noch andere Dinge, die ich messen muss. Außerdem werde ich mir Zwischenziele setzen. Mit diesen Zielen kann ich mich dann Ende 2008 genau messen.

Nun zu Teil 1. Meine Erfolge in diesem Jahr sind:

  1. Nettovermögen mehr als verdoppelt: Durch Investmentgewinne und durch Einnahmen aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit habe ich meinen Nettowert mehr als verdoppelt. Ginge das so weiter, hätte ich mein Ziel bereits in weniger als fünf Jahren erreicht, aber das ist natürlich unrealistisch.
  2. Portfoliogröße mehr als verdoppelt: Im Februar war das Portfolio 13.101,23 Euro wert. Im November betrug es 23.062,95 Euro mit einem Zwischenhoch von 27.679,90 Euro vor einigen Verkäufen im September. Das ist Geld, das ich nie wieder anfassen werde. Es ist meine „goldene Gans“, die jetzt doppelt so viele Eier legt wie Anfang 2007.
  3. Portfoliorendite von 20% verfehlt: Obwohl die finalen Endergebnisse noch nicht feststehen, liege ich momentan mit einem Gewinn von 2.500 Euro und einer durchschnittlichen Portfoliogröße von 18.000 Euro bei 14% Rendite. In den 18.000 Euro sind auch die geschlossenen Fonds eingerechnet, die bisher nur Anlaufkosten haben aber keine Rendite abwerfen. Alle Transaktionen, die ich dieses Jahr durchgeführt habe und noch halte liegen sehr gut im Plus (14%-35%), bis auf den Thailand Fonds, der aber wahrscheinlich nach den Wahlen am 23. Dezember durchstarten wird.
  4. Immobilienkauf: Zum Ende des Jahres hat es doch noch geklappt. Ich kann mich Eigentümer meiner eigenen Immobilie nennen und werde nächstes Jahr zum ersten Mal passives Einkommen durch Mieteinnahmen generieren.
  5. Passives Einkommen aus selbständiger Tätigkeit: Mein Ziel zu Beginn des Jahres 2007 war es, einen passiven Einkommensstrom mit einer selbständigen Tätigkeit zu schaffen. Genau das habe ich auch gemacht, und zwar mit diesem Blog. Wieviel ich tatsächlich damit „im Schlaf“ verdiene, soll zunächst ein Geheimnis bleiben, aber der interessierte Leser sei darauf hingewiesen, dass ich diese Information sehr bald zugänglich machen werde.

Wenn ich diese Liste sehe, dann wird mir bewusst, dass ich ein ganzes Stück voran gekommen bin. Zwar fehlt noch einiges bis zur ersten Million, aber ich habe wenigstens den Schritt gemacht und bin von Ideen im Kopf zur Tat geschritten.

Was kann ich aus 2007 lernen? Da gibt es sicherlich auch einiges. Ich muss mir ehrlich die Frage stellen, ob meine Ziele oder Erwartungen realistisch oder unrealistisch sind und meine Ziele für 2007 anpassen.

  • Spekulationen: Zu Beginn des Jahres habe ich mich in wilde kurzfristige Spekulationen mit CFDs gestürzt. Bis ich im April einen Verlust von 1.000 Euro eingefahren habe. Ich kann es mir einfach nicht leisten, durch ein zu hohes Risiko soviel Geld zu verlieren. Daher werde ich von wilden Spekulationen Abstand nehmen und mich zunehmend auf Anlagen konzentrieren, die ein wirkliches "Investment" sind.
  • Renditeerwartung 20%: Im Jahr 2007 hatten wir zumindest am Anfang ein recht gutes Börsenjahr. Eine Renditeerwartung von 20% ist aber nicht so ohne weiteres möglich. Hier muss ich in meiner Planung nach unten korrigieren.

Im Teil zwei der Serie "Bilanz 2007" werde ich eine Planungsrechnung auf Basis einer "Status Quo"-Annahme durchführen, um meine Lücke bis zur ersten Million zu bestimmen. In Teil drei werde ich dann Ziele aufstellen, um diese Lücke zu schließen.

 

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