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Nun enthülle ich, was hinter dem "Mezzanine-Fonds" in meinen Portfolioaufstellungen steckt. Es ist derselbe Fonds, bei dem ich kürzlich auf einer Gesellschafterversammlung war. Es handelt sich um den Midas Mittelstandsfonds Nr. 2. Die Gesamtkonzeption ist schon irgendwie genial. Im Kern geht es darum, dass der Midas Mittelstandsfonds Nr. 2 dem deutschen Mittelstand Mezzanine-Kapital zur Verfügung stellt. Es handelt sich dabei um eine Mischform von Eigenkapital und Fremdkapital. Aus der Sicht des Unternehmers stellt Mezzanine-Kapital Fremdkapital dar und schützt vor den Verlust von Anteilen und Mitspracherechten. Für den Bänker gilt aber Mezzanine-Kapital als Eigenkapital. In Zeiten von Basel II ein wichtiger Punkt, denn ohne hohen Eigenkapitalanteil gibt’s keine Kredite, und das in einem Land, in dem die durchschnittliche EK-Quote im Mittelstand ca. 20% beträgt. Der Kapitalgeber kann für Mezzanine-Kapital aufgrund dieser Vorzüge zwischen 8% und 25% (!) Verzinsung p.a. verlangen (vgl. VentureCapital Magazin "Buy-Outs"). Und genau in diesem Bereich ist der Midas Mittelstandsfonds Nr. 2 tätig, für den mit einer guten zweistelligen Rendite gerechnet werden kann.
Das geniale an dem Fonds ist jedoch nicht nur die hohe Verzinsung, sondern dass alle Investments mit einer Landesgarantie zwischen 70% und 80% abgesichert sind (Kapital und Ertrag). Sollte also eines der Unternehmen gegen die Wand fahren, greift dieser Sicherheitmechanismus und das Land verhindert den Totalverlust. Ein weiteres Schmackerl ist die steuerliche Konzeption des Fonds, die sich der Geschäftsführer Dr. Axel Bauer höchstpersönlich ausgedacht hat. Der Ex-KPMGler aus dem Bereich Recht und Steuern hat auf der Gesellschafterversammlung versucht zu erklären warum die Erträge quasi steuerfrei sind- kapiert habe ich das nicht, aber ich habe verstanden, dass ich die Erträge dann quasi steuerfrei einstreichen kann. Wie hat sich denn der Fonds bisher entwickelt? Es wurden bisher 5 Investments getätigt. Wir konnten die Verträge und die Absicherungsurkunden des Landes sogar auf der Gesellschafterversammlung einsehen, und die Deals sind echt gut gelungen:
Die Renditen sind hier in Bezug auf das Risiko wirklich sehr hoch. Wärst Du auf der Gesellschafterversammlung gewesen, hättest Du auch erfahren, dass zusätzlich noch Anteile von Unternehmen gekauft wurden (22% des eLearning-Softwarehaus). Diese Aufgabe gehört eher in den Bereich Private Equity und ist nicht in der Fondskonzeption vorgesehen, aber es hat sich eine Situation ergeben, durch die die Anteile quasi für "lau" erworben werden konnten. Gerade dieser EK-Anteil kann sehr hohe Renditen bringen. Da der Fonds noch recht jung ist, sind aus Zeitgründen noch nicht alle Gelder investiert (4,2 Mio. EUR investiert, und 8,7 Mio. EUR Liquidität). Da aber nur etwa 3% der Deals wirklich zum Abschluss kommen (aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen), muss man dem Management auch ein bißchen Zeit geben. Am Ende des nächsten Jahres sollte der Fonds dann voll investiert sein und die angepeilten zweistelligen Renditen erwirtschaften. Freie Liquidität bleibt solange zu 4,8% angelegt, was immernoch in Ordnung ist. Und da ich über einen Sparplan meine volle Zeichnungssumme aufbaue, sind geringere Renditen auf bisher eingezahlte Beträge auch nicht so schlimm. Mal ganz ehrlich: Solche Renditen bei gleichzeitig so hohen Sicherheiten bekommt man eigentlich nirgendwo. Ich selbst spare monatlich 250 Euro in den Fonds, bis ich die Zeichnungssumme von 9.000 Euro komplett habe (im Monatsabschluss 10/07 waren es schon 3.800 Euro). Nach der Mindestlaufzeit von 5 Jahren bekomme ich dann bei der anvisierten Zielrendite von 12% ca. 18.000 Euro zurück. Danach kann man das Geld entnehmen, thesaurieren oder sich jährlich einfach die Ausschüttungen auf die 18.000 TEUR gönnen. Letzere Option ist natürlich meine favorisierte, denn dann legt die "goldene Gans" pro Jahr "goldene Eier" im Wert von 2.160 Euro – für den Rest meines Lebens. Das übertrifft sogar noch meine im Mission Statement anvisierten 8% Rendite um 4% (siehe About-Seite) und würde mir auf die Million nicht 80.000 EUR pro Jahr sondern 120.000 EUR bringen :) Gerade in Hinblick darauf, dass die Aktienmärkte im Moment auf hohem Niveau kriseln, gehe ich davon aus, dass die seit 2003 anhaltende Rallye bald nicht mehr weitergeht. Ich habe schon mehrmals darüber gesprochen, dass ich vielleicht bald mehr in Anleihen umschichten werde. Aber auch dieser Fonds ist dafür eine gute Sache, denn er ist komplett börsenunabhängig und erwirtschaftet regelmäßige und außerordentlich gute Renditen. Der Fonds wird jetzt leider geschlossen (zum 31.12.), aber es wird in Zukunft neu aufgelegte Fonds geben, von denen ich berichten werde. |
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3 Reaktionen zu “Midas Mittelstandsfonds Nr. 2”Einen Kommentar schreiben |
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Am 24. September 2008 um 19:22 Uhr
Ist der MIDAS Fonds durch die “Level One” Pleite betroffen?
http://www.boerse-online.de/tools/ftd/411632.html
die hatten sich nämlich mit Mezzanine-Kapital “versorgt”.
Am 24. September 2008 um 20:23 Uhr
:) Nee nee, viele Großbanken haben ihre eigenen Mezzanine-Abteilungen, die allerdings etwas unflexibler sind als der Midas. Das Portfolio des Midas ist immernoch wie oben beschrieben, zusätzlich wurde in eine Brandschutzunternehmen mit 12% Zielrendite investiert. Der Fonds ist gerade für diese Zeiten sehr geeignet, da alle Investitionen staatlich zu mind. 80% abegsichert sind. Ich mach mir mehr Sorgen um die Aktien und Fonds, die der Stimmung momentan total ausgeliefert sind..
Am 15. November 2009 um 21:41 Uhr
Du weisst schon, dass vor diesem Fonds explizit in Finanztest gewarnt wird.
Ich habs hier schonmal geschrieben: was dir fehlt ist eine ausgewogene Mischung der Assets und eine Risikoklassifizierung.
My 5 Cents