Bilanz 2007 – Teil 3

Dies ist der wichtigste und letzte Beitrag in der Serie “Bilanz 2007″. In diesem Beitrag schreibe ich meine Ziele für 2008 auf. Es ist sozusagen meine “Wunschliste 2008″

Im Jahr 2007 hatte ich keine schriftlich fixierten Zwischenziele, nur das übergeordnete Ziel eine Million Euro im Jahr 2014 zu besitzen. Daher konnte ich meinen gemessenen Fortschritt mit nichts vergleichen. Das soll in 2008 anders werden. Im folgenden habe ich darauf geachtet, dass die Ziele für mich realistisch klingen. Auch wenn ich das übergeordnete Ziel “eine Million Euro im Jahr 2014″ vor mir sehe, kann ich mir aus meiner momentanen Situation heraus nicht glaubhaft das Ziel vornehmen, 6.000 Euro im Monat zusätzlich zu sparen. Diese Frustration will ich mir ersparen.

Damit die Ziele auf das Unterbewußtsein wirken, habe ich Sie so formuliert, als hätte ich sie bereits erreicht:

  1. Ich habe eine weitere Immobilie erworben: Es hat sich in 2007 gezeigt, dass ich über Zwangsversteigerungen durchaus preiswert an Objekte komme, die ich zu 100% finanzieren kann und die kräftige Überschüsse bringen. Ein weiteres Objekt habe ich 2008 erworben. Die Immobilie ist diesmal größer (zwei Zimmer) und bringt mir dadurch auch höhere Mieteinnahmen. Der Verkehrwert ist 120.000 Euro, bezahlt habe ich nur 40.000 Euro. Meine stille Reserven (Differenz zwischen Verkehrswert und Kaufpreis; zu realisieren bei Verkauf) haben sich auf 100.000 Euro erhöht.
  2. Portfolio (Aktien, Fonds) hat eine Größe von 50.000 Euro erreicht : Im November 2007 betrug der Wert meines Portfolios 23.062,95 Euro. Genauso wie in 2007 habe ich es geschafft, den Wert meines Portfolios mehr als zu verdoppeln auf 50.000 Euro.
  3. Portfoliorendite liegt bei 12%: Im Jahr 2007 hat sich gezeigt, dass eine Gesamtrendite von 20% unrealistisch ist. Im Jahr 2008 habe ich daher eine Gesamtendite von 12% angestrebt und auch erreicht. Dadurch, dass mein Portfolio gewachsen ist, sind die “goldenen Eier” auch gewachsen, auf mindestens 5.000 Euro.
  4. Passives Einkommen hat sich auf 10.000 Euro erhöht: Aus folgenden Quellen habe ich in 2008 die folgenden Einkommen generiert:
    -Vermietung: Durch den Kauf der Immobilie im Jahr 2007 habe ich mir Mietüberschüsse von 2.000 Euro gesichert. Das hat sich im Jahr 2008 durch den Kauf einer weiteren Immobilie verdoppelt, und zwar auf 4.000 Euro.
    -Portfolio: Mein passives Einkommen aus Investments hat sich auf mindestens 5.000 erhöht.

    -Blog: Die Umsätze durch passives Einkommen aus diesem Blog haben sich mindestens verdoppelt.
    -Weiterer passiver Einkommensstrom: Ich habe mir im Jahr 2008 einen weiteren passiven Einkommensstrom erschlossen, der mir bis in alle Ewigkeit Einnahmen bringt.

  5. Selbständigkeit: Alle obigen Ziele können die Lücke von 688.000 Euro nicht schließen. Also strebe ich gegen Ende 2008 die Selbständigkeit an, die einzige Chance, Leverage anzuwenden. Dadurch, dass die Idee schon früher stand und ich auch schon früh mit dem Schreiben eines Businessplans begonnen habe, ging der Schritt relativ glatt.
  6. Nettovermögen liegt bei 80.000 Euro: Durch die obigen Maßnahmen hat sich mein Nettovermögen fast verdoppelt und liegt bei 80.000 Euro.

Ein bißchen mulmig wird mir beim Anblick dieser Liste schon. Einige Zahlen passen auch nicht ganz stimmig zusammen, denn es fehlen noch Einnahmen von 15.000 Euro aus einer unbekannten Quelle, um das angestrebte Nettovermögen zu erreichen.

Im Übrigen solltest Du vielleicht auch die Gelegenheit nutzen, Deine Ziele schriftlich zu fixieren, denn schriftlich fixierte Ziele -wenn sie nicht zu unrealistisch sind- haben die Tendenz, wahr zu werden. Schreibe Sie in der Gegenwart, klar quantifizierbar und mit einem Zeitpunkt versehen. Nimm Dir vielleicht Brian Tracy’s Buch Ziele als Anleitung.

Ich wünsche Dir einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2008!

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10 Reaktionen zu “Bilanz 2007 – Teil 3”

  1. Sebastian

    Als treuer, stiller Leser deines Millionenblogs wünsche ich dir viel Erfolg für das Fiskaljahr 2008.
    Dein Renditeziel von 12% ist eher konservativ und sollte mit etwas gesundem Menschenverstand zu erreichen sein.
    In diesem Zusammenhang lege ich dir Joel Greenblatts Investmentguide mit dem reißerischen Titel “Die Börsenzauberformel” (engl.: The little book that beats the market) nahe.
    Es ist eine hilfreiche Anleitung zum Value-Investing, die der Normalanleger auch ohne Bloomberg-Finanzdaten umsetzen kann.

    Etwas misstrauisch gestimmt bin ich gegenüber Deinem TOP 5: Selbstständigkeit.
    Selbstständigkeit sollte kein Mittel zum Zweck sein, einen möglichst hohen Leverage zu bewerkstelligen.
    Wenn es darum ginge könntest du einfach ein McDonalds Franchise eröffnen und den ganzen Spaß so stark fremd-finanzieren wie deine Banken mitspielen. (Das wird wahrscheinlich weniger weit sein, als du glaubst).
    Ich persönlich denke nicht, dass man mit “Selbstständigkeit aus der Konserve” großen Erfolg haben kann.

    Am Anfang sollte Deine einzigartige Geschäftsidee stehen und wenn du für und wider lange genug abgewägt hast und immer noch überzeugt bist, die “Gelddruckmaschine” erfunden zu haben, dann heißt der nächste Schritt “Selbstständigkeit”.

    Have a good Rutsch,

    Sebastian

  2. christoph

    Bin heute auf dein Blog gestossen da ich (wir – ich mit meiner Frau) genau das selbe Ziel habe. Die Mio bis 31.12.2014.
    Allerdings habe ich nur mit einer Durchschnittsrendite mit 7% gerechnet. Das liegt daran, dass ich einen Teil in Lebensversicherungen zu nur 4,5% habe (als Sicherheit falls irgendwas mit der Wirtschaft total schief geht).
    Ich liege am 31.12. bei knapp 240.000 Euro und bin glücklicherweise selbständig (als Programmierer).
    Dein Blog hat gerade einen Bookmarkplatz in meiner Symbolleiste bekommen und ich werde es regelmässig lesen und meinen Senf dazu geben.

    Guten Rutsch
    Christoph

  3. anne stein

    Ich bin ebenfalls eine eher stille Leserin Deines Blogs und finde es klasse, das Du das veröffentlichst. Ich kann nur hoffen, das sich das viele durchlesen und etwas davon “mitnehmen”. Ich finde es immer ganz erstaunlich, wie wenige Leute sich für Finanzen und deren Zusammenhänge interessieren. Ich bin jedenfalls fest davon überzeugt, das ich es schaffen werde, in spätestens zwei Jahren nicht mehr arbeiten zu müssen. So wie Du das vorantreibst, wirst Du das ganz sicherlich hinbekommen. Alles Gute dafür und ich werde weiterlesen…

  4. Raul

    Jetzt, da sich einige stille Leser geoutet haben wollte ich nicht fehlen, habe ein ähnliches Ziel wie du, jedoch ist meine Ausgangslage durch mein niedrigeres Alter(20) etwas besser, so dass ich im worst case mit 35 das Ziel schon um Längen geschlagen haben “sollte”. Verfolge deinen Blog nun schon länger und werde auch das ein oder andere Investment das du getätigt hast evtl. nachkaufen.

  5. webmaster@pfblog.de

    @Sebastian: Ich habe da schon seit längerem eine Idee, mit was ich mich selbständig machen wollte. Selbständigkeit wäre also nicht nur Mittel zum Zweck, da eine Idee bereits existiert. In Amerika läuft so etwas schon richtig gut und ich denke, hier würde es auch ankommen. Ich werde mal bald genauer planen..

    @Christoph: Nicht schlecht, herzlichen Glückwunsch! Wie lange arbeitest Du schon selbständig als Programmierer und wie lange hat’s gedauert, um die 240.000 anzusammeln? Du hast auf jeden Fall eine gute Ausgangsbasis, um bis 2014 das Ziel zu erreichen.

    @Anne: Wieviel planst Du denn in zwei Jahren zu besitzen und bei wieviel stehst Du jetzt?

    @Raul: Du hast einen klaren Zeitvorteil auf Deiner Seite und kannst es auf jeden Fall schaffen.

    Allen Lesern viel Erfolg für 2008! Und mir auch :)

  6. Adrian

    1 Mio in absehbarer Zeit scheint in Mode zu kommen. Ich selbst fange in diesem Monat ebenfalls damit an. 1 Million in 5 Jahren , lautet der Vorsatz. Ich werde Stillhaltergeschäfte mit CFDs betreiben.
    Mir geht es bereits ähnlich wie Dir. Nach den Erfahrungen der letzten Monate neige ich fast dazu , den “Liefertermin” auszudehnen. Ich werde es jedenfalls in mehrere Phasen unterteilen.
    Viel Erfolg weiterhin.

    gruss
    Adrian

  7. Michael

    Warum soll es schlimm sein sich selbstständig zu machen um Leverage zu nutzen? Es gibt doch nur eine realistische Möglichkeit ein Vermögen anzuhäufen: ein Unternehmen zu gründen, eben auch wegens der Hebelwirkung. In deine Buchtips würde ich unbedingt noch empfehlen Robert T. Kiyosaki – Rich Dad – Poor Dad, stellt die absoluten Vorteile der Selbstständigkeit leicht verständlich dar. Schon nur aus steuerlicher Sicht sind die Angestellten doch total im Nachteil. Kommen dir bei dem Anblick deiner abgehenden Lohnnebenkosten nicht die Tränen?

  8. Sebastian

    @Michael
    Bin Freiberufler. Mein Tränenfluss hält sich daher in engen Grenzen.
    Nicht zu unterschätzen ist übrigens der Vorteil, nicht in das sterbende System
    “gesetzliche Rentenkasse” einzahlen zu müssen.

    Trotzdem bleibe ich bei meiner Einschätzung:
    Wenn du einen guten Businessplan hast, dann wage ruhig den Schritt in die Selbstständigkeit.
    Leider gibt es zu viele Menschen, die absolut blauäugig an die Sache herangehen und dann
    den Staat, die Banken oder die bösen Lieferanten verantwortlich machen wenn sie mit
    ihrem Business auf die Nase fallen.
    Hoher Leverage ist eine tolle Sache wenn dein Geschäft etabliert ist und deine Cashflows stabil (oder zumindest prognostizierbar) sind. Kommen allerdings einmal ein paar Jahre mit deutlich niedriger/deutlich negativer Gesamtkapitalrendite kann dich ein hoher Fremdkapitalhebel sehr schnell aus dem Markt katapultieren.

  9. Maximilian

    Mich würden Einstiegskriterien interessieren, also wann schreibe ich Optionen.
    Wann ist eine Option teuer bzw. preiswert verglichen mit dem fair Value (wie gerechnet, Black and Scholes, Cox Ross R.?)
    Für diese Berechnung und das Backtesting suche ich ein Programm. Ich bin Stillhalter seit es die DTB gibt, aus dem Bauch raus, mit nicht immer konsequentem Money-Management.
    mein Plan A:Läuft es gegen mich, stelle ich bei Verdopplung des Einstands glatt.
    Wie kann ich aber z.B. die Verfallswahrscheinlichkeit einer Option rechnen.
    Joe Ross schickt ein Excel Sheet rum, das auf ausgewählte Werte die Optionen mit der höchsten wertlosen Verfallswahrscheinlichkeit listet, leider ohne hinterlegte Formel.
    An einem solchen Projekt, Errechnung dieser Parameter, bin ich, auch berufsbedingt(Grid Software Branche) interessiert, dann könnte ich mein Hobby ev. ganz zum Beruf machen.
    Real time Datafeed Eurex und beliebige Rechnerkapazität ist verfügbar, Basis sollte Excel sein und als Broker käme IB wg. API und der Gebühren in Frage.
    Gruß aus München
    Maximilian

  10. Anne Stein

    Ein gutes Jahr 2008 wünsche ich Dir und weiterhin viel Standing mit den avisierten Zielen. Zu Deiner Frage: zur Zeit habe ich ca. 240.000 €, aber mein Ziel ist auch nicht die Million, das dauert mir zu lange, sondern ca.350.000 € . Ich habe für mich gerechnet, das ich bei einer mageren 10% Rendite dann ca. 30.000 – 35.000 € im Jahr haben werde, abzüglich der ca.27 % Abgeltungssteuer. Das sind dann bei durchschnittlich 32.000 € – 27 % = 23360 € im Jahr und das ohne jegliche Arbeit mehr tun zu müssen. Aber natürlich rechne ich mit einer höheren Rendite und natürlich sitze ich nicht zu Hause und mache garnichts mehr. Mich erleichtert der Gedanke, zu wissen, das ich es so machen kann.

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