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Mich beschleicht am heutigen Tag das Gefühl, dass es mit der Hausse so langsam vorbei ist. Nur am 11. September gab es zuletzt höhere Verluste im DAX als die aktuellen 6,70 Prozent (!). Ich sprach schon eine ganze Weile von Umschichtung in sichere Anleihen und habe auch physische Gold-Investments in kleinerem Rahmen getätigt. Aber auf ein endgültiges Zeichen für eine größere Baisse habe ich weiterhin gewartet. Jetzt wird es mir aber ein bißchen zu gefährlich und ich muss von einer Baisse ausgehen. Enttäuschend finde ich nur, dass wir die Höchststände vom Jahr 2000 im DAX nicht wesentlich überschreiten konnten. Stattdessen konnten sich aber z.B. die Emerging Markets oder bestimmte Branchen wie z.B. Solar seitdem vervielfachen. Es müssen ja nicht alle Märkte ihre historischen Höchststände in einer Hausse überschreiten. So nach und nach reduziert sich mein Aktienbestand durch die Stoppkurse ganz von selbst. Heute wurde der Stoppkurs beim DWS Emerging Markets ausgelöst. Über die letzten 5 Jahre hat der Fonds eine Performance von 30,05% p.a. gebracht. Leider konnte ich diese Früchte nicht ganz ernten, aber am Ende war ich doch mit dabei. Der BRIC-Fonds (A0DP7P), das Aktienbasket-Zertifikat (GS6BAN), das Emerging Markets Infrastrukturzertifikat (DWS0GF) und der Fidelity Indonesia und Thailand sind noch dabei. Hier hoffe ist, dass insbesondere GS6BAN und DWS0GF krisenresistenter sind als der Gesamtmarkt, da Infrastrukturthemen immer gefragt sind und GS6BAN sehr große konservative Werte aus den EM enthalten. Der Fidelity Thailand ist so spottbillig, dass es wohl noch lange dauern wird, bis ich hier einen Stoppkurs finde. Beim BRIC-Fonds und beim Fidelity Indonesia bin ich mir aber noch nicht so sicher… Die an den UniGlobal gebundene Riester-Rente ist nun auch (trotz Förderung!) in den roten Bereich abgerutscht- hier mache ich mir aber keine Sorgen, denn die Auszahlung der Nominaleinzahlungen plus Förderung ist durch den Staat garantiert. Die Frage ist, wie es weitergeht. Und an dieser Stelle möchste ich kurz nochmal auf die Asset Allocation eingehen, die Max Otte in seinem Buch "Der Crash kommt" vorstellt, dass ich vor fast einem Jahr auf diese Blog vorgestellt habe: ![]() Für detaillierte Informationen zu den einzelnen Assetklassen lohnt sich ein Blick ins Buch. Für mich gilt klar, den Anteil an Anleihen sowie Gold und Goldaktien zu erhöhen. Jetzt ist es noch nicht zu spät, die Umschichtungen vorzunehmen. Denn Dr. Max Otte geht noch von Goldpreisen bis zu 2.000 Dollar aus. Ich bin gespannt, was ich in einem Jahr schreiben werde- wird diese Strategie vor großen Verlusten bewahrt haben und noch Gewinne eingebracht haben? Oder werden die Aktien durch die Decke gegangen sein und ich war nicht dabei? Das letztere erscheint mir eher unwahrscheinlich… Evtl. solltest Du auch Deine Portfolioallokation überdenken? |
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6 Reaktionen zu “Der Crash? Und eine Krisenstrategie”Einen Kommentar schreiben |
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Am 4. Februar 2008 um 12:06 Uhr
Ich würde Dir empfehlen Kasse zu machen uns aus allen Aktien auszusteigen. Der Dollar ist immer noch total überbewertet und die Immobilien-Kreditkrise in den USA ist noch nicht ausgestanden. Wer weiß was da noch kommen kann. Warum Risiko eingehen? Ich denke es ist an der Zeit äußerst konservativ zu investieren.
Am 5. Februar 2008 um 00:26 Uhr
Als Betreiber eines Tagesgeldportals merke ich derzeit, dass viele Anleger extrem verunsichert sind. Die meisten Anfragen beziehen sich nicht mehr auf die Höhe der Zinsen, sondern darauf, wie sicher das Geld auf einem solchen Konto angelegt ist. Von daher habe ich meinen Lesern unter anderem auf http://www.investmentsparen.net/einlagensicherung.html mal einen Leitfaden für die Einlagensicherung an die Hand gegeben. Bei Turbulenzen, wie sie derzeit an den Weltbörsen herrschen, ist Sicherheit mit Sicherheit nicht verkehrt :-) Ansonsten: sehr informativer Artikel, vor allem was die Asset Allocation angeht. Ich selber habe im Vergleich zu Dir noch einen etwas höheren Aktienanteil im Portfolio, aber Investments in Anleihen und Edemetalle ebenfalls massiv verstärkt.
Am 7. Februar 2008 um 18:00 Uhr
Hallo,
was haltet Ihr von folgender Idee:
Wie macht man 250.000 EURO in 5 Jahren
Banken und Sparkassen können nur dann existieren, wenn sie Kapital gegen Zinsen ausleihen, das sie als Spareinlagen und andere Kapitalanlagen hereinbekommen. Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen scheint die Durchführung eines Tricks, bei dem der Durchführende desselben legal auch grössere Beträge zinslos und sogar ohne entsprechende Sicherheiten erhält, unmöglich.
Dessen ungeachtet soll der Plan, der sich auf ein bestehendes Währungsgefälle innerhalb einiger Staaten gründet, bereits des öfteren angewendet worden sein und ist sogar wiederholbar. Sein technischer Ablauf ist folgender:
Nehmen wir an Sie wollen sich EUR 125.000,– als Kredit beschaffen. Diesen nicht unerheblichen Betrag würden Sie bei keiner Bank ohne entsprechende Sicherheiten bekommen. Deshalb wählen Sie einen anderen Weg und suchen sich jemand, der Ihnen privat zunächst für nur etwa eine Woche eine runde Million leiht.
Sie meinen natürlich mit Recht, dass jemand, der in der Lage wäre, Ihnen dieses Kapital zu leihen, nicht auf Ihre schönen blauen Augen hin Ihnen eine solche Summe anvertrauen würde. Deshalb benötigen Sie einen Köder und dieser Köder besteht darin, dass Sie dem Kapitalgeber für die 7 Tage, die Sie das Kapital benötigen, EUR 25.000,– Zinsen bieten.
Das lässt ihn aufhorchen, denn gerade ein cleverer Millionär macht gern gute und schnelle Geschäfte. Ausserdem versprechen Sie ihm, dass sein Kapital hundertprozentig durch eine europäische Grossbank abgesichert ist.
Bevor Sie sich jedoch auf die Suche nach einem geeigneten Kapitalgeber machen, sollten Sie weiterlesen wie der Plan funktioniert.
Sobald Sie die Million für die vereinbarte Zeit zur Verfügung haben, legen Sie den Betrag bei einer sicheren Bank in Luxemburg oder Dänemark als FestKapital für 5 Jahre an. Nach Ablauf dieser Zeit dürften Ihnen an die EUR 150.000,– Zinsen – oder sogar noch mehr – zustehen.
Lassen Sie sich diesen Ihren Anspruch von dem Einlegerinstitut durch eine schriftliche Bankobligation bestätigen. Aus dem Schriftstück muss verbindlich hervorgehen, dass Sie nach Ablauf der Fünfjahresfrist 150.000,– Euro (oder mehr) zu erwarten haben.
Der nächste Schritt führt zu einer Bank Ihres Vertrauens in Deutschland, bei der Sie die Bankobligation (Depositenschein) vorlegen und eine Bürgschaft in Höhe der ausgewiesenen Summe beantragen. Die Laufzeit dieser Bürgschaft muss ebenfalls 5 Jahre betragen und mit der Laufzeit der FestKapitalanlage übereinstimmen.
Was jetzt folgt, ist für das Gelingen des Plans genauso entscheidend wie das Finden eines solventen Kapitalgebers für die Million: Sie müssen ein geeignetes Bankunternehmen in der Schweiz finden, das Ihnen für die inzwischen erhaltene Bankbürgschaft einen Kredit in Höhe dieses Betrages gewährt. Und das zu möglichst niedrigen Zinskonditionen.
Das bedeutet, dass man Ihnen EURO 1.300.000,– als Darlehen überweist, die Sie für die nächsten 5 Jahre zur Verfügung haben. Dabei dürfen Sie natürlich nicht vergessen, dass die Schweizer Bank für das Bürgschafts-Darlehen auch Zinsen verlangt. Lassen Sie sich den Betrag ausrechnen und vereinbaren Sie einen für Sie günstigen Zahlungsmodus für die Zinsen ohne Tilgung (entweder halbjährlich oder jährlich).
Sobald Sie im Besitz der EURO 1.300.000,– sind, geben Sie Ihrem privaten Finanzier seine Million + EUR 25.000,– Zinsen zurück und deponieren den Rest = EUR 125.000,– auf Ihr deutsches Bankkonto. Mit diesem Kapital können Sie langfristig arbeiten und – bei sorgfältiger und gewinnbringender Anlage – sowohl die Bankzinsen in der Schweiz bezahlen, als auch entsprechende weitere Gewinne erzielen.
Wenn nun die in Luxemburg oder Dänemark deponierte Million + Zinsen nach Ablauf der 5 Jahre an Sie ausgezahlt wird, begleichen Sie den ebenfalls fällig werdenden Kredit in der Schweiz. Damit hat sich der Kreis dann geschlossen.
Sofern Sie keine Fehler machten, müssten Sie in der Tat ein enormes Darlehen in Höhe von 250.000 EURO erhalten haben, für das – bei genauer Abstimmung – praktisch keine Zinsen zu zahlen sind und für das Sie keine Sicherheiten brauchten.
Gruß
Aqua
Am 7. Februar 2008 um 18:31 Uhr
Irgendwie sind die Zahlen leicht falsch aber ich finde die Idee nicht schlecht. Die Infos hatte ich im Internet gefunden.
Am 12. Februar 2008 um 13:40 Uhr
Tja, klingt ja ganz nett, aber ich würde das nicht machen. Es gibt zu viele Unsicherheiten: Der Millionär, der einem Geld gegen null Sicherheit leihen soll und die Schweizer Bank… für mich zu heikel.
Am 8. Oktober 2008 um 21:20 Uhr
[...] Der Crash? Und eine Krisenstrategie Im letzteren Artikel habe ich auch die prozentuale Verteilung für die Asset Allocation in der [...]