Mehr Passives Einkommen durch Mieterhöhung

Erinnerst Du Dich noch daran, unter welchen Prämissen ich meine Immobilie1 ersteigert hatte? Ich ging von monatlichen Mieteinnahmen von 222 Euro (kalt) für die Wohnung aus. Der Überschuss hätte bei 100 Euro gelegen. Stattdessen musste ich nach der Zwangsversteigerung in einen Vertrag mit einem gewerblichen Zwischenmieter eintreten der nur 143 Euro zahlt.

Mit dem Ziel vor Augen, mein passives Einkommen ständig zu erhöhen, habe ich verschiedene Optionen geprüft- und nun Erfolg gehabt! Die Optionen waren:

  1. Vertrag zum Jahresende 2008 kündigen und Vermietung selbst übernehmen
  2. Vertrag nachverhandeln

Option 1 wäre sicherlich die lukrativste gewesen, sie hätte aber gleichzeitig viele Nachteile gehabt. Ich hätte für Mieterwechsel vor Ort sein müssen und bei Leerstand hätte mir keiner die Mieten garantiert. Außerdem habe ich mit dem richtigen Mieter Kontakt aufgenommen und herausgefunden, dass dieser nicht 222 Euro zahlt sondern deutlich weniger. Das Gutachten war einfach fehlerhaft.

Deswegen war die Option 2 trotz des monetären Nachteils die beste. Also bin ich hergegangen und habe gegenüber dem gewerblichen Zwischenmieter die Kündigung ausgesprochen. Gleichzeitig habe ich geäußert, dass ich an einer Verlängerung des Vertrags interessiert sei, aber nur zu besseren Konditionen. Und gestern bekam ich den Vertrag: eine Mieterhöhung um knapp 30 Euro auf 170 Euro pro Monat. Damit bin ich sehr zufrieden, denn die Einnahmen sind garantiert und ich muss mich nicht um Mieterwechsel kümmern. Da in der Kreditrate von 87 Euro momentan ca. 25 Euro Tilgung enthalten sind, und die Bewirtschaftungskosten bei 35 Euro liegen, liegt jetzt der Nettovermögenszuwachs pro Monat bei ca. 75 Euro. Vor Steuern. Alleine bis zu meinem Ziel im Jahr 2014 trägt dieser Deal dann etwa 6.000 Euro passives Einkommen bei.

Hier zeigt sich mal wieder, dass man öfter einfach nur nachhaken muss, um etwas zu erreichen. "Ask and you shall be given." Gibt es evtl. für Dich auch etwas, was Du durch einfaches Nachfragen verbessern kannst?

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18 Reaktionen zu “Mehr Passives Einkommen durch Mieterhöhung”

  1. Stefan

    Mich würde interessieren, wie viel Zeit du administrativ mit der Vermietung verbringen musst pro Monat (und bereits verbracht hast).
    Lohnt sich das dann wirklich?

  2. webmaster@pfblog.de

    Ja, es lohnt sich. Natürlich hast Du am Aufwand höhere Aufwände, aber das ist bei jedem Wohnungskauf so. Jetzt habe ich 0 Aufwände mehr, da ich mit der Situation zufrieden bin. Der gewerbliche Zwischenmieter kümmert sich um alles. Wenn die 10 Jahre für die Steuerfrist abgelaufen sind kann es sein, dass ich noch einmal höhere Aufwände durch den Verkauf habe. Das war’s dann aber auch.

  3. Jan

    Die Erhöhung läßt sich sehen. Glückwunsch.
    PS: Zu deinem Kommentar: Erster “Aufwand” sollte bestimmt “Anfang” heißen. “Aufwände” gibt es meines erachtens nicht, nur “Aufwendungen”.
    Schönen Gruß
    Janusz

    PPS: Klugscheißer muss man auch manchmal sein. ;)

  4. Frank

    Mich würde etwas interessieren bei deinem Nettovermögenszuwachs von ca. 75 Euro. Ich denke das ist der Gewinn mit dem du rechnest oder? Sind bei deiner Kalkulation auch etwaige Instandhaltungskosten oder Reparaturen mit ein kalkuliert? Wenn nein, rechnet sich es dann immer noch oder habe ich vielleicht einfach nur was falsch verstanden?

  5. CashBlog » Blog Archiv » Cash-Blog News vom 14.05.2008

    [...] erste Million: Mehr passives Einkommen… Nicht selten lohnt es sich, einfach mal zu Handeln. Wer nichts tut, der kann auch nicht [...]

  6. webmaster@pfblog.de

    Der Nettovermögenszuwachs von 75 Euro errechnet sich so:

    Nettokaltmiete 170
    -35 Euro Bewirtschaftungskosten (enthält Instandhaltung/Reparaturen und Verwaltung)
    -ca. 60 Euro Zinsaufwand in einer Kreditrate von 87 Euro
    =75 Euro

    Die Betriebskosten von 70 Euro sind nicht in der Rechnung enthalten, da diese ja komplett an den Mieter weitergereicht werden.

  7. Max

    Meiner Meinung nach fängt das schon beim ganz einfachen Stundenlohn an. Als Werkstudent habe ich auch einmal durch einfaches Nachfragen beim Vorstand einen höheren Stundenlohn bekommen.

    Auf unternehmerischer Ebene kann man z.B. einfach mal nach den Rechenzyklen(also ob er z.B. nur einmal im Monat Überweisungen tätigt) seiner Kunden fragen, so entsprechend optimiert die Rechnungen stellen und schnell zu mehr Liqidität gelangen, gerade wenn man in Vorleistung gegangen ist. Man bekommt damit sicher nicht mehr, spart aber vielleicht Zinsen bzw. verdient schneller welche.

  8. JanGallardo

    Hallo “zukünftiger” Millionär,

    bin zufällig auf Deiner Seite gelandet, fand es erst witzig, dann hast Du mir leid getan.
    Sorry, dass ich Dich jetzt hart kritisieren werde, aber so schaffst Du es niemals!

    Hast Du Dir mal mit einer linearen Regression ausgerechnet, wo Du bei dem aktuellen Vermögenszuwachs in 7 Jahren sein wirst?
    Auf jeden Fall nicht bei der avisierten Million.

    Hier einige Hinweise von mir:
    1. Multiplikator-Prinzip:
    Du beherzigst nicht das elementare Prinzip des Reich werdens, welches von Rockefeller, über Onassis bis Dieter Bohlen gilt.
    Dieses Multiplikator-Prinzip besagt, dass Du etwas mit möglichst einmaligen Kosten “schaffen” must, was Du dann theoretisch beliebig häufig verkaufen kannst.
    Bohlens einmalige Leistung schafft er im Tonstudio. Die CDs kann er beliebig häufig zu geringen Kosten produzieren und verkaufen. Ich habe z.B. eine kleine Software-Firma gegründet und zum weltweiten Software-Konzern aufgebaut.
    Fazit: Mit normaler, angestellter Arbeit kann man es nicht schaffen!!!

    2. Zeit-Faktor:
    Millionäre oder solche die es werden wollen, verschwenden keine Zeit mit penibler Buchhaltung und dem Schreiben von Blogs (ich habe bis vor zwei Wochen nicht einmal gewusst, was das ist).
    Mach Dir Gedanken, wo Du Ideen gemäss Punkt 1 findest und umsetzen kannst. Das ist auf jeden Fall sinnvoller.
    Fazit: Eine Stunde Ideen suchen ist eine bessere Investition als einen Tag zu arbeiten.

    3. Internationalität:
    In Deutschland wirst Du niemals Millionär. Rechne Dir mal aus, was der Staat an Steuern und Gebühren von Deinem Vermögen absaugt.
    Prüfe wo die Reichen “wohnen”, bzw. ihre Firmen haben. In Deutschland wirst Du ausser den Aldi-Brüdern wenige finden.
    Und die sind nur zu alt und zu bequem, um wegzuziehen.
    Gleiches gilt für Deine Immobilien-Strategie, welche grundsätzlich nicht schlecht ist.
    Ich kaufe auch viel in Zwangsversteigerungen. Aber achte auf Lage und Qualität, nicht auf den Preis. Was nützt Dir eine billige Immobilien, wenn Du in 5 Jahren viel investieren musst.
    Prüfe auch Immobilien ausserhalb von Deutschland. London war bis vor einem Jahr extrem überbewertet und diese Blase baut sich gerade ab. Ende des Jahres wird ein Einstieg wahrscheinlich interessant sein.
    Fazit: Denke global und handel global.

    So, ich hoffe Dir trotz meiner Kritik vielleicht auch einige Anregungen gegeben zu haben, die Du vielleicht verwerten kannst.

    Ciao

    Jan

  9. webmaster@pfblog.de

    Hi Jan,

    im Vergleich zu anderen Kritiken, die hier schon auf dem Blog eingegangen sind, war Deine a) vergleichsweise harmlos und b) konstruktiv

    zu 1: Ich versuche es ja zu beherzigen, und zwar mit der Schaffung von passivem Einkommen. Aber Du hast Recht: mein Haupteinkommen stammt aus einer Angestelltentätigkeit und Ultimum wäre ein Unternehmen. Das habe ich auch schon in meiner Bilanz aus dem letzten Jahr festgestellt (http://pfblog.de/index.php/2007/12/26/114/bilanz-2007-teil-3/), nur die Umsetzung ist leider nicht einfach.

    zu 2: Stimmt grundsätzlich, aber ich finde ein bißchen Buchhaltung gehört dazu, damit man weiß, wo man steht. Und der Blog dient für mich auch als “Lernfaktor”, denn über die Dinge zu reflektieren bringt einen auch weiter.

    zu 3: stimmt auf jeden Fall.

    Ich habe jetzt noch ein paar Fragen an Dich:
    -Wie alt bist Du?
    -In welchem Bereich hast Du die Softwarebude wann aufgebaut? Falls Du es verrätst: Wie heißt sie? Hast Du Sie verkauft?
    -Wo lebst Du jetzt, um Deine Steuern zu senken?

  10. Sepp

    Lass dich nicht demotivieren!

    Der Typ von pfblog.com hatte in den ersten beiden jahren auch nur 50.000 USD zuwachs, und dann dreimal +200.000 USD. Aller Anfang ist schwer, und von 0 auf 300.000 ist schwerer, wie von 300.000 auf 1,000,000.

    LG
    S

  11. Jan

    Der Jan Gallardo hat vielleicht in seinen Aussagen nicht unrecht. Das Problem dabei ist, dass alle nach möglichkeit reich und erfolgreich werden wollen. Nicht jeder kann ein Rockefeller oder ein Bohlen sein.

    Daher ist die Idee wegzuziehen um erst mal Steuern zu sparen nicht so clever. Erst muss man etwas verdienen um davon dann die Steuern sparen zu können …

  12. Christoph

    Der auf pfblog.com hatte allerdings eine glückliche Zeit an der Börse erwischt. Naja mal sehen ob die Börse die nächsten paar Jahre gut weiterläuft.

    @webmaster – an der Selbständigkeit wirst du aber wohl nicht drum rum kommen. Hast du eigentlich schon mal geschrieben in welchem Gebiet du tätig bist?

    Und in der Not kannst du noch ein paar Jährchen hinhängen. Der Zins- und Zinseszinseffekt wirds dann schon richten mit der Million. Ich werde meine auch erst mit 42 haben laut meinen (vorsichtigen) Excel Hochrechnungen…

    Christoph

  13. NoShow

    Tja, um die Million zu kommen, wird’s wohl mehr bedürfen als zu arbeiten. Da haben die anderen schon Recht. Da braucht es schon eine gute Idee wie der z.B. Typ, der einzelne Pixel verkaufte (www.million-dollar-hompage.com) oder die beiden Brüder von http://www.from-zero-to-hero.com. Aus einigen wird’s was, aus anderen nicht. Ich werd deinen Blog jedenfalls weiterverfolgen. VG NoShow

  14. webmaster@pfblog.de

    Ja, die Million-Dollar-Homepage war ein echt witziges Projekt, das allerdings viele erfolglose Nachahmer fand.

    From-Zero-To-Hero finde ich ebenso lustig. Ich glaub, ich verkauf’ auch bald meine Wohnungseinrichtung hier. Auch die Idee mit dem Spenden finde ich originell, wobei zu bezweifeln ist, ob die erste Million so zustande kommt bzw. ob das moralisch so einwandfrei ist.. Nichtsdestotrotz soll natürlich auch hier die Möglichkeit nicht fehlen:


    Die Spender und Beträge erwähne ich dann auch auf diesem Blog :)

  15. Christoph

    > Tja, um die Million zu kommen, wird’s wohl mehr bedürfen als zu arbeiten

    Durch Arbeit eine Millionen oder mehr zu verdienen ist durchaus machbar. Aber durch abhängige Arbeit in einem Angestellten-Verhältnis ist es wohl kaum zu machen.

    Als Selbständiger ‘arbeite’ ich ja auch. Ich sitze 8 Stunden am Tag bei Kunden vor dem Rechner (und daheim auch noch viele Stunden).

    Christoph

  16. Monya

    … und was wäre, wenn man den Punkt, von Jan Gallardo beherzigen würde?

    Was wäre, wenn es wirklich an diesem Faktor “Multiplikator” liegt. (Wovon ich überzeugt bin!)

    Dann ‘wäre’ es ja noch viel ‘einfacher’ als nur mit reinen Immobilien. ;-) Und das ist es auch!
    Wobei ich Investitionen in Immobilien wichtig und gut finde. Doch auch der Meinung von Jan Gallardo bin, dass man
    sich das Ganze genau anschauen sollte. Billig einkaufen kann später auch sehr teuer werden……..

    Wie gesagt, ich finde es dennoch gut, dass Du den ersten Schritt (Immobilie) gewagt hast und wünsche Dir jetzt, dass bis zum Verkauf alles “glatt” läuft.
    Wichtige ist jetzt (das ist meine Meinung), dass Du andere Einkommenströme generierst. Also aus anderen Richtungen. Und vor allem Passive bei denen Du 1x etwas herstellst und dann immer und immer verkaufen kannst (oder verkaufen lässt und nur noch kassierst)!

    Stell Dir mal vor, Du schreibst beispielsweise ein Buch (oder in der heutigen Zeit ein eBook).
    Wenn Du über Dein Lieblingsthema schreibst, dann geht Dir das sicherlich flott von der Hand.
    Gleichzeitig gibst Du den Menschen “Wert”. Was auch ein ganz wichtiger Punkt ist.
    Du erstellst einen Verkaufsblog und lässt es über eBookshops verkaufen und kassierst so für jeden Verkauf Dein Geld, ohne dafür auch nur noch einen Finger zu bewegen (außer der click auf Dein Bankkonto). ;-)
    und auch ohne einen Cent eingesetzt zu haben …

    Hast Du einen Mentor? Wenn nicht, dann such Dir flugs einen. Jemand, der es “geschafft” hat, der weiß wovon er redet und der Dir ein par Kniffe zeigt / erklärt.

    Liest Du Literatur die sich mit passivem Einkommen beschäftigt? Ich kann Dir das Buch “So denken Millionäre” von T.Harv Eker empfehlen.

    … und am allerwichtigsten ist Spaß. Das solltest Du haben … solange Dir das alles Spaß macht und Du Freude am eigenen (am persönlichen Wachsen) hast, solange wirst Du immer wieder die Energeieüberschuß haben und somit neue Projekte anstoßen können. …

    Was auch immer … ich wünsche Dir viel Spaß .. viel Erfolg und jede Menge toller Menschen um Dich herum! :-)

    Viele Grüße und alles Gute!
    Monya

    PS: Wenn Du es wirklich mit einem eBook versuchen willst, meld Dich, auf diesem Gebiet kann ich Dir sehr helfen! Und wenn Du Interesse hast, mehr in Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung zu erfahren … zu erleben … schick mir eine eMail ….

  17. AlmostBent

    Puh. Hab mir gerade die oben erwähnte Seite http://www.from-zero-to-hero.com angesehen: Die haben bis jetzt Einnahmen von knapp sieben Euro…in drei Tagen, rein durch Onlinewerbung. Nach einer kurzen Hochrechnung ergibt dies jährliche Zusatzeinnahmen von 840 Euro im Jahr. Das ist aber ein ganz schöner Betrag, für das, daß man aktiv nichts tun muss. Und dabei haben die noch nicht mal ein Möbelstück verkauft…trotzdem geile Idee ;)

    Auch http://www.sleepingrich.com finde ich cool. Die Reklame hinter dem Bett ist echt witzig. Scheint aber auch nicht sooo anzukommen, denn die meisten Werbeflächen sind ja noch frei.

    Und monya, die Werbemacherin da oben, soll auf ihrem eBook sitzen bleiben.

    Greetings,
    almostBent

  18. SeventhSon

    Naja, ich hab gerade gesehen dass die “Millionaire Brothers”, wie sich selbst nennen, bereits ihre ersten Einnahmen verzeichnen konnten. Angeblich haben die schon über 50 Euro eingenommen- einige Gegenstände sind auch schon als verkauft markiert. Wenn man bedenkt, dass auch die Mieteinkünfte des Bloggers hier nicht viel höher sind, ist das für einen nicht mal einen Monat existierende Website eigentlich ein gutes Geld!

    Im Gegensatz dazu stehen die Einkünfte des “Schläfers” auf sleepingrich.com seit Wochen auf 19100 USD. Da geht wohl nix mehr weiter.

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