Ich habe Ende letzter Woche von einem Leser eine denkwürdige und motivierende Mail erhalten. Sie zeigt einmal mehr, dass es Leser gibt, die ein ähnliches Ziel verfolgen und Lippenbekenntnisse tatsächlich durch Handeln ersetzen. In der Mail wird deutlich, wie konsequente kleine Schritte auf das Ziel zu wirklich guten Ergebnissen führen.
Mit Erlaubnis des Verfassers veröffentliche ich die Mail an dieser Stelle unkommentiert. Sie soll Dich zum Denken anregen und Dich motivieren:
…ich habe Deine Website vor einigen Wochen entdeckt und schaue immer wieder nach, wie sich die Seite entwickelt. Ich bin froh, dass ich Deine Seite in einem frühen Stadium Deiner Entwicklung zum Millionär entdeckt habe, weil meine finanzielle Entwicklung wohl parallel zu Deiner verlaufen wird (verlaufen soll :)
Meine Fakten:
- Nettowert aktuell (gerade natürlich schwankend) ca. 68.000 EUR in 09/2008 noch 73.000
- eine vermietete 3-Zimmer-Wohnung (komplett wirtschaftlich inkl. Besparung eines Tilgungsträgers), viel Potential da weit unter dem Mietspiegel
- zweite Immobilie geplant, Kaufreservierung für das Grundstück vorhanden
Eigentlich hat es sich jetzt schon gelohnt, dass ich etwas auf Deiner Seite gestöbert habe, denn durch Dich bin ich auf Brian Tracy
gestoßen, bzw. habe ihn erst so richtig wahrgenommen. Danke :) Ansonsten stehe ich wohl irgendwo da, wo Du auch stehst – ich habe viele tolle Bücher gelesen (Bodo Schäfer
, Clason
, Tod Barnhart
,…). Außerdem habe ich das DVD-Set von Bodo Schäfer
(noch für 299 EUR) – und der Witz an dem Set-Kauf ist, es hat sich durch einen einfach Kniff praktisch selbst bezahlt: Ich habe etwa zum Jahresanfang (noch etwas halbherzig) das Kontensystem eingerichtet – inkl. KLUW-Konto. Als das Set rauskam genügte ein kurzer Blick auf das KLUW-Konto – das Geld war da – gekauft! Sonst hätte ich die 299 EUR wohl nicht in die Hand genommen.
In Deiner Persönlichkeitsentwicklung schätze ich Dich etwas stärker als mich ein, aber das ist völlig ok für mich! Ich möchte meine finanzielle Freiheit in knapp sieben Jahren erreicht haben, es muss aber nicht zwingend die Million sein – wenn ich die in 12-15 Jahren habe, sind meine Erwartungen erfüllt.
Ich stelle zurzeit folgende wichtige Dinge fest:
- Die Entwicklung erfolgt in Sprüngen, sowohl beim Einkommen als auch bei der Umsetzung der Ideen. Ich habe in diesem Monat ein Nettoeinkommen von 11.500 EUR, auch wegen einer fantastischen Steuererstattung wg. meiner ersten Immobilie. In die Sache kommt Bewegung, das muss auch ein hartgesottener Kritiker erkennen :)
- Ich habe seit einigen Wochen (auch durch Deinen Blog) erkannt, dass MEIN großes Ziel der Aufbau von passivem Einkommen ist. Ich habe keine großen Konsumwünsche o.ä., aber die können ja noch kommen, wenn das passive Einkommen da ist :) Diese einfachen Schritte: sparen, investieren, passives Einkommen erzeugen – das motiviert mich unheimlich – so wird mein Weg jetzt konsequent weitergegangen und daran werde ich jeden Tag arbeiten. Oder mit Kiyosaki
: mein aktives Einkommen nutzen, um meine ‘asset column’ aufzubauen. Und der Anfang ist gemacht: aus Mieten, einer kleinen Beteiligung und Dividenden, Zinsen ergibt sich aktuell ein kontinuierliches passives Einkommen von ca. 500-600 EUR / Monat (nach Abzug der Kosten für Zinsen), egal ob ich arbeite oder nicht. Kleine Korrekturen, Anpassungen und das Schmieden neuer Ideen reichen völlig aus. George Clason
schreibt in ‘Der reichste Mann von Babylon’ sinngemäß über die Schaffung ‘deines eigenen baum des Reichtums’ – ‘dann kannst Du zufrieden in seinem Schatten ausruhen’ – DAS ist mal ein Ziel!
- Man kann nicht erwarten, dass sehr viele andere den Weg akzeptieren und einen darin unterstützen. Die meisten Menschen stehen meiner Erfahrung nach noch vor dem ersten der o.g. Schritte, dem Sparen. Die Frage ist doch eigentlich ganz einfach (hat glaube ich Bodo Schäfer so formuliert): „..bin ich auch schlau genug einen Teil meines Verdienstes in meine Zukunft zu investieren?“ Mich motiviert auch sehr die Aussage: „Man kann nicht mehr von der Zukunft erwarten, als man in sie zu investieren bereit ist.“ Oder wer es lieber mag: „Wir sollten uns um die Zukunft bemühen, weil wir die meiste Zeit in ihr verbringen werden.“ Diese klare Position macht angreifbar – aber das lässt mich kalt. Ich lebe sehr wohl ein glückliches Leben im Hier und Jetzt :)
Am 27. Oktober 2008 um 11:10 Uhr
:) sehr interessante Worte … danke fürs posten
Am 27. Oktober 2008 um 15:14 Uhr
ist echt witzig zu beobachten, wie immer mal wieder ähnlich gesinnte bei dir vorbeischauen :-)
ich befasse mich derzeit übrigens intensiv mit nachhaltiger / “ethisch korrekter” / ökologischer geldanlage. auch auf die gefahr hin vieler buhrufe wär das hier doch auch mal ein thema, oder…?
bis bald mal wieder…
Am 27. Oktober 2008 um 16:17 Uhr
…interessanter beitrag!!!
ich hätte jedoch gern ma ‘ne erklärung zum “KLUW-Konto” ….was ist damit gemeint?
Am 27. Oktober 2008 um 20:32 Uhr
KLUW = Konstant Lernen und Wachsen (wenn mich jetz nicht alles täuscht) …
Am 30. November 2008 um 14:49 Uhr
Konstant Lernen und Wachsen-Konto. Ja überhaupt, Buchhaltung kann einen Motivationsschub bedeuten, wie schon Goethe erkannte (Auszug aus Wilhelm Meisters theatralische Sendung):
“Ich ging soeben unsere Bücher durch, und bei der Leichtigkeit, wie sich der Zustand unseres Vermögens übersehen lässt, bewundere ich aufs neue die großen Vorteile, welche die doppelte Buchhaltung dem Kaufmann gewährt. [...] Die Ordnung und Leichtigkeit, alles vor sich zu haben, vermehrt die Lust zu sparen und zu erwerben, und [...] einem guten Wirt [wird] nichts angenehmer, als wenn er sich alle Tage das Fazit seines wachsenden Glücks ziehen kann.”
Am 5. Dezember 2008 um 16:20 Uhr
So,
nachdem ich mich wegen meiner Börsenverluste in den letzten beiden Monaten ausgeheult habe *zwinker*, bin ich jetzt auch wieder emotional bereit, hier “mitzuspielen”. (B.t.w. … Leute, realisiert eure Börsenverluste und investiert neu. Der Schmerz, jeden Tag auf die Verlust behafteten Papiere zu starren, ist größen und länger andauernd als wenn man die Reißleine zieht und die Vergangenheit – nach dem Analysieren der Fehlern – hinter sich lässt. Nur so wird man frei im Kopf für die Zukunft und für Neues!)
Ich kann nur Beifall klatschen, dass es noch mehr Leute mit unserer konsequenten Lebenseinstellung zum Sparen, Vermögen aufbauen und Zukunft sichern gibt. Ja, es macht angreifbar, aber auch mir ist das Schnuppe! :-) Aber ich hab wenigstens ein Ziel für mich und lebe nicht nur im Konsum (“hier und jetzt”) in den Tag hinein.
Eine Sache möchte ich aber noch anbringen: Ihr (der webmaster und der Autor des geposteten Artikels) scheint ein durchaus überdurchschnittliches Einkommen aus regulärer Arbeit zu genießen. Ich denke, ich hab nur ein recht durchschnittliches und muss auch noch meine Frau, die noch keinen Job gefunden hat, “durchbringen”. :-) Kinder sind sicher auch in nicht ferner Zeit zu berücksichtigen. Und trotzdem komme ich auf meinem Weg zum persönlichen “Reichtum” vorwärts. Nicht zuletzt, weil ich die Mentalität und Einstellung sowie ein paar Euro aus den letzten beiden Familiengenerationen im Rücken habe. Wenn ihr aber hier von Zeiträumen von 12 … 15 Jahren bis zum Millionär redet, ist das für 99,5% der Bevölkerung illusorisch allein aufgrund deren Einkommens! Auch ich werde sicher deutlich länger brauchen.
Am 5. Dezember 2008 um 17:51 Uhr
Hi Bluestar,
in den letzten Wochen sind unsere Einstellungen wahrscheinlich alle auf den Boden der Tatsachen zurück gekommen. Ich hab’s ja so gemacht wie Du: Stoppkurse gesetzt, die alle (mit teilweise heftigen Verlusten, leider…) ausgelöst wurden. Nur noch die Riester-Rente und zwei weitere Positionen sind noch vorhanden.
Es gibt Umstände, die einen in 12-15 Jahren zum Millionär machen können. Aber Du hast Recht, die meisten sind weit davon entfernt. Ich habe in den letzten Wochen im Zuge der drohenden Arbeitslosigkeit über vieles nachgedacht. Was Bodo Schäfer in seinen “7 Jahren” nicht berücksichtigt, ist, dass die Leute ganz unterschiedliche Ausgangspositionen haben. Ein frisch gebackener Abiturient schafft es wohl nicht so schnell, ebenso wenig wie Menschen, die nicht dieses Ziel schon vorher vorbereitet haben. Auch ich werde wohl länger brauchen… zu den Gedanken, die ich mir gemacht habe, schreibe ich demnächst wohl etwas.
Was mir aber klar geworden ist: Besonders was Einkommen angeht kommt man in der heutigen Zeit schnell auf die Abschussliste. Deswegen sollte man vielleicht mit 40 (von mir identifiziertes kritisches Alter) die Möglichkeit haben, von seinen Zinsen Leben zu können. Wieder: Es ist kein Wahlrecht, sondern ein Muss in der heutigen Zeit. Die Möglichkeit, von seinen Zinsen Leben zu können, bewahrt einen vor einem Leben in Armut.
Am 8. Dezember 2008 um 13:37 Uhr
Vermögen aufbauen mit Spekulation an der Börse u. Bodo Schäfer erwähnen -war da nicht was, bei diesen Bodo Schäfer ? Wie sagte schon der Altmeister gewinnen kann man, verlieren muß man. Ärgerlich ist nur das die meisten verlieren. Wer gibt schon gern zu das er verloren hat u. unter Umständen viel verloren hat. Was den CFD-Handel betrifft wäre es schon mal schön, wenn irgendwo mal eine Meinung über die deutschen ” Macher” des Handels erscheint.- Aber wenn ja, schwuppdiwupp ist Sie aus dem Netz.
Am 9. Dezember 2008 um 16:30 Uhr
Wer ist den der “Macher” des Handels?
Am 14. Januar 2009 um 16:23 Uhr
“…in den letzten Wochen sind unsere Einstellungen wahrscheinlich alle auf den Boden der Tatsachen zurück gekommen…”
Nein, meine waren schon lange dort. Aber ich teilte das Schicksal aller Vernünftigen – sie werden ignoriert bis zum bitteren Ende. Egal, ich kann mit Demut verkünden, dass mir die Finanzkrise nicht einen Euro genommen hat. UND DAS TUT SOOOO GUT :)
Am 14. Januar 2009 um 17:24 Uhr
Ohne dass ich Aqua Schadenfreude unterstellen will und kann: In Zeiten, da die Börsenkurse nach oben springen. können viele nicht anders, als allen ihren Mitmenschen von ihren fantastischen Gewinnen zu berichten. Be Stillstand oder Verlusten werden diese Leute ganz schnell ganz ruhig und wissen nix mehr zu erzählen. Genauso ist es bei den “ich habs ja immer schon gesagt: alles Teufelswerk”-Predigern. Wenn die Kurse steigen, nuscheln sie nur was von “das kann ja nicht immer so weiter gehen”. Und wenn dann mal die Rückschläge komemn, die völlig natürlich im System liegen (!!!!), dann sind diese Weltuntergangsphilosophen schwer am posaunen. :-)
Leute, wenn ich mich aufs Börsenparkett begebe, dann weiß ich erstens, dass es auch schlechte Tage geben wird (ok, die letzten Tage waren extrem schlecht :-) ), aber ich weiß zweitens auch, dass es genauso wieder extrem gute Tage gibt. Und drittens: wenn man die Thematik in entsprechend realistischen Zeiträumen betrachtet, dann ist das Börsenengagement der einzige Weg der Geldanlage, um langfristig reich zu werden! Man kann es drehen und wenden wie man will, es bleibt einfach so.
Am 13. August 2009 um 20:03 Uhr
So, mal wieder eine kleine “Motivationsspritze”. Im September 2008 hatte besagter Leser einen Nettowert von € 73.000. Gestern habe ich wieder eine Mail bekommen- jetzt wurde von ihm die € 100.000-Marke geknackt! Es sind genau € 100.456,56- innerhalb von ca. 11 Monaten. Die zweite Immobilie, von der der Leser oben gesprochen hat, steht kurz vor dem Richtfest. Ich hab’ Fotos gesehen- nicht gerade klein die Hütte!
Also, weitermachen! :)