An alle ein frohes neues Jahr!
Das Jahr 2007 habe ich mit einer vernünftigen Bilanz abgeschlossen, und zwar in drei Teilen:
Im Jahr 2008 gab es dann irgendwie keine Bilanz und auch keine Zieldefinition. Für das Jahr 2009 möchte ich etwas Vernünftiges aufstellen, damit ich weiß, wo ich stehe. Oft greife ich mangels Zieldefinition für 2009 auf den Jahresabschluss 2007 zurück.
Fangen wir mit Teil 1 an. Witzigerweise habe ich jetzt -nicht ein sondern zwei Jahre später- die Ziele erreicht, die ich mir in Teil 3 in 2007 aufgestellt habe:
- Ich habe eine weitere Immobilie erworben: Ja, in 2008 und 2009 zwei Stück. Eine davon hat auch die avisierten zwei Zimmer. Allerdings habe ich Sie nicht zu 30% des Verkehrswerts erworben und habe meine stillen Reserven nicht auf 100.000 Euro erhöht. Die stillen Reserven betragen nun insgesamt 67,2k Euro (28k Immobilie 1, 15,5k Immobilie 2, 23,7k Immobilie 3).
- Portfolio (Aktien, Fonds) hat eine Größe von 50.000 Euro erreicht : Im November 2007 betrug der Wert meines Portfolios 23.062,95 Euro. Für 2008 hatte ich mir vorgenommen, den Wert auf 50.000 Euro zu erhöhen. Ganz knapp erreicht mit 47.641 Euro:

- Portfoliorendite liegt bei 12%: Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, wie die Performance in 2008 war. Die Finanzkrise hat in dem Jahr sicherlich zu einer negativen Performance geführt. Über 2009 kann ich aber sagen, dass ca. 2.172 Euro auf Wertsteigerungen zurückzuführen sind. Das entspricht zwar nicht den avisierten 5.000 Euro, was auch daran liegt, dass viel Geld in geschlossenen Fonds gebunden ist, die frühestens 2011 mit Ausschüttungen starten:

- Passives Einkommen hat sich auf 10.000 Euro erhöht: Die Planung war, aus folgenden Quellen insgesamt 10.000 Euro passives Einkommen zu generieren:
-Vermietung: Geplant war eine Erhöhung auf 4.000 Euro passives Einkommen pro Jahr. Im Jahr 2009 habe ich genau 4.167 Euro durch Vermietungsüberschüsse eingenommen (Immobilie 1: 364 Euro, Immobilie 2: 2.132 Euro, Immobilie 3: 1.671 Euro).
-Portfolio: Hier habe ich nur 2.172 Euro anstatt 5.000 Euro erreicht (s.o.).
-Blog: Ich wollte die Umsätze aus diesem Blog verdoppeln. Die Gesamteinnahmen lagen in 2009 aber nur bei 279 Euro. Meine Schuld, denn ich habe dem Blog wenig Aufmerksamkeit geschenkt…
-Weiterer passiver Einkommensstrom: Es war etwas in Planung, dessen Umsetzung ich auch schon partiell begonnen hatte- bis die Zeit einfach nicht mehr da war. Auf Wiedervorlage für 2010!
- Selbständigkeit: Ich wollte mich spätestens Ende 2008 selbständig machen. Jetzt habe ich die Chance, als Freiberufler durch die Gegend zu ziehen- dazu in einem gesonderten Beitrag jedoch mehr.
- Nettovermögen liegt bei 80.000 Euro: Ja, dieses Ziel ist mittlerweile erreicht, aber nicht Ende 2008, sondern in 2009.
Fazit? Ich habe meine Ziele grundsätzlich erreicht, allerdings habe ich dafür die doppelte Zeit gebraucht. Ein bißchen ärgerlich, dennoch bin ich auf einiges stolz. Insbesondere den Umstand, dass ich nun schon drei Immobilien besitze, die in 2010 alleine 7.956 Euro Überschüsse bzw. passives Einkommen erwirtschaften (Immobilie 1: 76 Euro/mtl.; Immobilie 2: 245 Euro/mtl.; Immobilie 3: 342 Euro/mtl.).
Im Teil 2 des Jahresabschlusses werde ich auf Basis dieses Status Quo eine Prognose erstellen bzw. die Lücke identifizieren, die bei planmäßiger Entwicklung zur ersten Million fehlt. Im Teil 3 werde ich dann eine Planung für 2010 aufstellen, um diese Lücke kleiner werden zu lassen.
Am 12. Januar 2010 um 07:10 Uhr
Hi,
schön, dass du es wieder geschafft hast eine Jahresbilanz zu erstellen. Ich bin gespannt auf deine Zieldefinition.
Was mich aber – als Selbstblogger – besonders interessieren würde, ist die Verteilung der Einnahmen deines Blogs.
Soweit ich sehe kommen die Einnahmen rein aus Google Ads, oder?
Magst du darüber mehr berichten?
Vielen Dank und viele Grüße
Annabelle
Am 20. Januar 2010 um 05:34 Uhr
Ich halte mich ja bei den meisten sprachlichen Unzulänglichkeiten und Fehlern zurück, aber nun ist es halb 6 Uhr morgens, ich bin wach und mir ist langweilig. Natürlich könnte ich auch versuchen die Ebay-Welt von den absurden “nach neuem EU-Recht”-Sätzen, die sich trotz breiter Aufklärung seit vielen vielen Jahren hartnäckig halten, abzubringen … aber jetzt bin ich nunmal hier gelandet:
> Für 2008 hatte ich mir vorgenommen, den Wert auf 50.000 Euro zu erhöhen. Ganz knapp erreicht mit 47.641 Euro:
Das ist aus zwei Gründen unsinnig. Erstens hätte man mit 47k das Ziel nicht knapp erreicht, sondern knapp verfehlt und Zweitens ist ein Ziel auch dann verfehlt, wenn eine der Zielbedingungen (das Jahr) nicht erreicht ist.
> Nettovermögen liegt bei 80.000 Euro: Ja, dieses Ziel ist mittlerweile erreicht, aber nicht Ende 2008, sondern in 2009.
Unsinn. Das ist ungefähr so sinnvoll wie der Satz:
>> Nettovermögen liegt bei 80.000 Euro. Ja, dieses Ziel ist mittlerweile erreicht, aber nicht 80k sondern 40k.
> Ich habe meine Ziele grundsätzlich erreicht, allerdings habe ich dafür die doppelte Zeit gebraucht.
Nein hast du nicht. Du hast das Zeitziel verfehlt. Das zieht sich durch den ganzen Beitrag und ich verzichte darauf alle Stellen aufzuführen — das Schema ist immer gleich.
Ich bin relativ irritiert (und ein bisschen neidisch :P), dass man trotzdem in der Wirtschaft ein Gehalt von knapp 100k erreichen kann. Dabei unterstelle ich einfach mal, das es kein “Beruf Sohn”-Job ist. Vielleicht ist das hier dargestellte Muster aber auch genau der Weg dies zu erreichen — schließlich kann man bei Gehaltsverhandlungen besser mit
>> Ich hab das Ziel erreicht, aber doppelt so lange gebraucht
als mit
>> Ich habe das Ziel inhaltlich knapp und zeitlich um ein Jahr verfehlt.
argumentieren. Ich wusste ich mache etwas falsch, auch wenn ich grundsätzlich auch nicht dazu neige mich vor dem Henker selbst zu zerfleischen :).
Aber Versicherungs- und Finanzverkäufer leben ja auch ganz gut mit positiv formulierten Negativaussagen … kann jedenfalls nicht verstehen warum Investmentbanker (wenn auch nicht ganz zu Unrecht) so in Verruf geraten sind, während provisionsgesteuerte Verkäufer (zwar keinen guten aber dennoch) einen besseren Ruf haben.
Zur Klarheit: Natürlich kann ich das Verhalten der Verkäufer verstehen und würde es wohl genauso machen (müssen) — mit dem Unterschied soviel Gewissen zu haben, um mir keinen solchen Job zu suchen. Aber ich schweife ab…
Am 20. Januar 2010 um 13:04 Uhr
Na ja,
du solltest den Selbstmotivationsfaktor nicht unterschätzen.
Und aus der Sicht kann ich gut verstehen, dass man die Ziele (mit kleinen Einschränkungen) natürlich als erreicht sehen will.
Außerdem geht es ja hier nicht um den Jahresabschluss einer Bank.
Da kann man schon mal ein Auge zudrücken ;-)
Am 24. Januar 2010 um 00:32 Uhr
Natürlich ist Motivation ein wichtiger Faktor und nicht zuletzt deshalb hat der Blogger auch auf einen Jahresabschluß im Jahr 2008 verzichtet (meine Mutmaßung) — der wäre einfach zu demotivierend gewesen. Ihm wird es jedenfalls nicht viel anders gegangen sein als allen anderen: herbe Verluste im Depot.
Es war also nicht meine Absicht den Blogger zu demotivieren. Ganz im Gegenteil: ich persönlich teile zwar nicht den Wunsch viel Geld zu besitzen. Ich mag meinen Job, verdiene gutes Geld und lebe gut (und vor allem heute). Ich lesen diesen Blog eigentlich nur wegen der amüsanten Zieldefinitionen. Wer erinnert sich nicht noch an den Klassiker: Nach Vollendung des 30sten Lebensjahres das ambitionierte Ziel zu definieren vor Vollendung des 30. Lebensjahres sein Vermögen auf 100k vermehren.
Also meine Kommentare nicht zu ernst nehmen und der Blogger hat — davon gehe ich aus — auch genug Humor das nicht zu verbissen zu sehen. Wenn es ihm wirklich darum ginge schnell Reich zu werden, würde er nach dem Muster der unseriösen “Ich mach Dich zum Millionär aber gib mir erstmal Geld”-Seiten und Bücher (Stichwort: Schäfer) versuchen. Ein satirischer Blog ist in diesem Umfeld erfrischend und von mir gern gelesen.