Bilanz 2009 – Teil 2

Hier die Bilanz 2009 Teil 2: Feststellung des Status Quo und der Lücken. Ausgangspunkt für die Berechnungen ist der aktuelle Nettowert von 86.044 Euro. Die Zuwächse setzen sich zusammen aus Sparleistung, passivem Einkommen und Rendite auf das Sparvermögen. Als Rendite für Berechnungsgrundlagen setze ich die aktuelle Mindestrendite auf mein Nettovermögen an, die hauptsächlich aus dem passiven Einkommen besteht (8.496 Euro / 86.044 Euro = ca. 10%). Im folgenden zähle ich die Komponenten auf, die für die Entwicklung des Nettowerts entscheidend sind.

Für die geschlossenen Fonds, die den Großteil meines nicht in Immobilien investierten Vermögens ausmachen, sind die folgenden Ausschüttungen prognostiziert (wenn alles nach Plan läuft). Die anfänglichen Investitionsbeträge habe ich rausgerechnet, es handelt sich also um reine Gewinne. Dabei habe ich nicht berücksichtigt, dass ausgeschüttete Beträge reinvestiert werden, das Ergebnis sollte also eher höher sein.

Jährlich hinzu kommt eine Sparleistung von ca. 20 kEUR p.a. im Durchschnitt über die letzten 3 Jahre. Diese zusätzlichen 20K entwickeln sich bei Reinvestition und 10%-tiger Rendite wie folgt:

Passives Einkommen: 708 Euro/mtl. bzw. 8.496 EUR p.a.. Abschreibungen auf die Immobilien i.H.v. 4.366 Euro (2% von 218.300 Euro) und Abschreibungen auf Mobiliar i.H.v. ca. 3.734 Euro p.a. gleichen mit einigen Tricks diese Gewinne aus, so dass ich diese nicht weiter versteuern muss. Nach Abzug des Tilgungsanteils im passiven Einkommen von 708 Euro sind ca. 350 Euro Cash pro Monat übrig, die ebenfalls zu 10% reinvestiert werden. Hier das Ergebnis der Entwicklung von 358 Euro zu 0% und 350 Euro zu 10%:

Addiere ich alle oben beschriebenen Effekte, so erhalte ich als Ergebnis die folgende Entwicklung:

Die erste Million habe ich also unter Annahme des Status Quo in ca. 14 Jahren bzw. 2024 erreicht. Laut Brian Tracy braucht ein Millionär ca. 22 Jahre, um Millionär zu werden, wenige Ausnahmen ausgenommen. Eigentlich sollte es ja 2013 so weit sein, aber das Zeitziel ist eher in weiter weg gerückt. Es sei denn, mir kommt eine zündende Startup-Idee mit einem Exit wenige Monate später. Was ich aber realisiere ist, dass mir die Art, “Get rich slowly” wohl mehr liegt.

Nichtsdestostrotz bin ich motiviert, diese 14 Jahre so gut zu verkürzen wie möglich. Das Ziel noch in den 30ern, also in weniger als 10 Jahren zu erreichen wäre schon eine gute Sache. Das wird Thema im Teil 3- der Zielplanung für dieses Jahr, der ich schon teilweise vorweg gegriffen habe.

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8 Reaktionen zu “Bilanz 2009 – Teil 2”

  1. Alter

    Wie willst Du langfristig 10% Rendite hinkriegen? Halte ich für sehr ambitioniert.

    Gruß, Alter

  2. webmaster@pfblog.de

    Zu Beginn dieses Blogs dachte ich noch, mit Daytrading/CFDs könnte man ohne Probleme 100% in einem Tag verdienen. Durch einige Erfahrungen damals bin ich realistischer geworden- und bin jetzt bei 10% Rendite p.a. angekommen. Ich weiß, dass auch das langfristig sehr ambitioniert ist, dennoch behalte ich diese Kalkulation bei. So suche ich nach Investments, die mindestens diese Rendite abwerfen.

    Wieviel hälst Du denn für realistisch bzw. wieviel erzielst Du?

  3. Jens

    Moin, ich wollte noch mal themenunabhängig fragen, wo du das Cashflow-E-Game her hast?! Ich finde das nicht über deinen Link unter dem Punkt Empfehlungen. Gruß & Danke!

  4. Andreas

    10% Rendite p.a. sind meiner Meinung nach sehr realisitsch.

    Bedenkt man, dass die durschnittliche Rendite des Aktiengesamtmarktes bei 7-8% liegt, so sind 10% für jemanden, der sich mit Aktien auskennt, sehr gut machbar.
    Wichtig ist jedoch, dass man bei der Aktienanlage langfristig handelt und nicht auf Daytrading oder sowas aus ist. Natürlich kann man es auch mit Daytrading erreichen, jedoch ist die Volatilität der erwirtschafteten Renditen wesentlich höher, da man sozusagen auf den Marktpreis spekuliert, der erratisch um den langfristigen “normalen” Preis oszilliert. Hinzu kommt der enorme Zeitaufwand.
    Ich halte es mit Warren Buffett: Eine Aktie, die ich nicht bereit bin 5 oder 10 Jahre zu halten, will ich auch keine Sekunde besitzen.
    Heißt: Ich kaufe nicht irgendetwas aus reiner Spekulation, sondern gezielt nach gründlicher Fundamentalanalyse. Liegt der Marktpreis deutlich unter dem auf die Analyse bezogenen “Normalpreis”, kann man davon ausgehen, dass der Markt diesen Wert erkennt und den Preis korrigiert. Das kann ein Prozess von einer Woche sein, häufiger jedoch durchaus von Jahren.

    Betrachte ich meine bisherigen realisierten Ergebnisse, so komme ich auf eine durchschnittliche Rendite von etwas über 15% p.a. vor Kapitalertragssteuer.

    Da ich in den letzten Jahren viel dazugelernt habe, bin ich mir sicher, dass ich dieses Niveau auch mit Kapitalertragssteuer halten kann. Im Moment schützt mich mein Freibetrag sogar vor der Steuer, sodass ich die nächsten beiden Jahre wohl bei über 18% liegen werde.

    Soweit zum Beitrag. Kurz etwas zu mir (wen es nicht interessiert, der muss es ja nicht lesen:-))

    Man sieht also, dass ich noch weit von der Million entfernt bin, aber ich bin auch erst 21 und habe dieses Jahr bei 0 angefangen. Bis ich 19 war habe ich immerhin die Summe von 12000€ angespart, was ohne diese Renditen nicht möglich gewesen wäre. Schließlich waren Taschengeld, Zeitungen austragen und Ferienjobs die einzigen Einnahmequellen.
    Diese Summe hat mir ein tolles Auslandsjahr in Australien und Neuseeland ermöglicht.

    Mittlerweile liege ich wieder bei 2000€, angefangen im August letzten Jahres. Bis zum Ende meines Studiums (2014, bin im 1. Semester) plane ich bei 20.000€ zu sein, vorausgesetzt ich mache meinen Master nicht im Ausland, was wieder sehr viel Geld kosten würde. Mit vorsichtig geschätzten Sparraten, sowie einer durchschnittlichen Rendite von 12% schaffe ich vor meinem 31. Geburtstag die 100k und mit 46 die erste Million.
    Wie gesagt, das ist eine sehr vorsichtige Schätzung. Mein Ziel wäre jedoch die Million mit 35.

    Soweit zu mir… es hat zwar mit dem Thema direkt nichts zu tun, ich finde es jedoch immer spannend über die Stationen und Wege anderer, die dasselbe Ziel haben, zu lesen. Aus diesem Grund habe ich mal meinen Teil dazugegeben.

    Viele Grüße an alle

    Andreas

  5. Alter

    Zum Thema Rendite 10%:

    Daytrading, CFDs: CFDs sind gehebelt. Damit sind die und das Thema Daytrading als riskant einzustufen, und wenn man da nicht den Durchblick hat, wird es schwer. Im übrigen kann man bei Daytrading kaum von “passiven” Einkommen sprechen, da muss man sich schon eine ganze Weile mit beschäftigen.

    Im übrigen ist die Frage, wie man mit einem Vermögen umgeht, dass z. B. bei 500T€ in liquiden Mitteln besteht.
    Setzt man die dann in CFDs oder Daytrading ein? Sicher nur zu einem Teil, oder? Ich jedenfalls nicht.

    Man wird also nicht umhin kommen, eine Aufteilung in verschiedene Assetklassen vorzunehmen und die Anlagen nach den verschiedenen Punkten (Rendeite, Sicherheit, Verfügbarkeit) zu strukturieren. Also x% täglich verfügbar sollte schon sein.
    => fehlt bei der Rendite.

    Angenommen, ihr hättet z. B. die 500T€, wie würdet ihr das anlegen?

    Um ehrlich zu sein, ich komme im Augenblick auf eine Rendite von +-0, wenn man Inflation und Steuer abzieht.

    Gruß, Alter

  6. Alter

    @Andreas,

    ich halte die 10% realistisch, wenn man mit Summen hantiert, die man verschmerzen kann, aber nicht für die komplette Summe.

    Für das Langfristinvestment habe ich z. B. Aktien von Buffetts Berkshire Hathaway.

  7. Andreas

    @ Alter

    Natürlich muss man bei größeren Summen Renditeabstriche hinnehmen, denn dann wird einerseits eine breitere Diversifikation unverzichtbar, was den Übergang in andere Assetklassen mit geringeren Renditen miteinschließt. Andererseits ist es notwendig, dass man sich bei Investments absichert.
    So würde ich in jedem Fall Stop-Loss-Marken setzen oder Put-Optionen auf meine gehaltenen Aktien kaufen, die zwar mehr kosten als ein Stop Loss, jedoch den Vorteil haben, dass ich selbst entscheiden kann, wann ich sie ausübe (solange es Optionen amerikanischen Typs sind). Von daher schmälern die “Absicherungen” die Rendite, aber man muss sich in der Aktieninvestition nicht einschränken.

    Was hälst du denn als kurzfristige oder mittelfristige Anlagen? Aktien von Berkshire finde ich ein gutes Langfristinvestment. Hast du A oder B Aktien? wenn B, hast du sie vor oder nach dem Split gekauft?

    Ich bin mal gespannt wie der Kurs reagiert, wenn W.B. eines Tages (der hoffentlich noch lange nicht kommt) von uns geht… Ich finde es schwierig einzuschätzen, wie stark die Marke W.B. im Kurs eingepreist ist. Von daher ziehe ich Aktien anderer, langfristig kontinuierlich wachsender Unternehmen vor.

  8. Alter

    @Andreas
    .. habe einen Teil in Immobilien (ETW, die machen aber m. E. zu viel Arbeit, daher schaue ich nach MFH), einen Teil in geschl. Fonds und einen Teil in Aktien. Der überwiegende Teil ist derzeit in Liquidität. Einfach auch deshalb, weil ich auf der Suche nach geeigneten Investements bin derzeit, die ich noch nicht gefunden habe.

    BRK: habe A :-) . Das schöne -im Gegensatz zu beispielsweise Fonds- ist der Gleichklang der Interessen: Bei einem geschlossenen Fonds will der Initiator möglichst viel Kohle für sich, je mehr Kohle für ihn, desto weniger Kohle für den Investor. Außerdem hat der Initiator so gut wie kein Risiko.

    Bei BRK ist das anders: Warren Buffet sitzt im absolut gleichen Boot wie die anderen Aktionäre. Klar, das Risiko liegt im Alter von WB. Außerdem gibt es einen Abgabedruck durch die Gates Foundation.

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