April 2010 (91.512,16 EUR, +1.437,05 EUR)

Im Monat April hat sich mein Nettowert um 1.43705 Euro auf 91.512,16 Euro erhöht. Ich bin also ca. 1.575 Euro von meinem REACH100-Planwert entfernt. Eine Lücke, die ich nächsten Monat durch eine Sonderzahlung schließen werde. Ab Juni geht es dann gehaltsmäßig ein bißchen schneller vorwärts- Details hierzu im kommenden Monatsabschluss.

An sich war der Monat recht unspannend. Ich habe meine Position im Fidelity Fonds Indonsia um die Häfte gekürzt. Zum einen, da der Fonds so rasant gestiegen ist (+126% in den letzten 12 Monaten), zum anderen, weil ich mich mittelfristig aus Fondspositionen lösen möchte, um mich mehr auf Einzelaktien zu konzentrieren. Hier habe ich mit dem Screening von Aktien bereits begonnen, muss aber feststellen, dass leider viele schöne Aktien schon zu teuer sind. Außerdem habe ich mich ruhigen Gewissens von den Anteilen getrennt, da vor dem Hintergrund der drohenden Staatspleiten in Europa der Börsensommer bestimmt recht lau wird.

Für die Immobilie 4 habe ich diesen Monat die Grunderwerbssteuer über 6.811 Euro gezahlt. Mit den Notargebühren ist jetzt ein Kapital von 10.855,20 gebunden, davon entfallen 2.000 Euro auf den Kaufpreis. Ich wußte dass ja vorher, allerdings merke ich jetzt schon, dass der Kauf ein “Luxuskauf” wird, zumal die Immobilie erst 2011 fertiggestellt war. Unter Renditegesichtspunkten nicht die schlaueste Investition, da das Geld in Aktienmärkten sicherlich bessere Renditen gebracht hätte… Dennoch: auf meinen Nettowert von ca. 90k erwirtschafte ich weiterhin ein passives Einkommen von 7k und habe in diesem Jahr schon Aktien-/Fondsgewinne von ca. 1k eingefahren- die Rendite auf mein Gesamtkapital liegt somit immer noch bei erträglichen 8,8%. Allerdings wünsche ich mir eine Zielrendite von 12%, und da muss ich in Zukunft genauer darauf achten, dass ich ausschließlich Investments mit dieser Mindestrendite tätige.

Hier die Bilanz:

Kategorie Detailposition Wert Detailposition Wert (Kategorie)
Immobilien 258.257,63 €
Immobilie 1 15.905,00 €
Immobilie 2 73.519,72 €
Immobilie 3 158.277,71 €
Immobilie 4 10.555,20 €
Depots 12.314,83 €
DWS Invest BRIC Plus 1.074,00 €
Fidelity Indonesia 1.633,22 €
UniGlobal (RiesterRente) 9.416,63 €
Sonstiges 190,98 €
Fidura Rendite Plus Ethik 20.475,00 €
Midas Mittelstandsfonds Nr, 2 9.450,00 €
MPC Indien Sachwert Rendite Fonds 10.000,00 €
Asia Capital Winner 10.000,00 €
Cash & Äquivalente 4.893,22 €
Forderungen 4.333,65 €
Reisekosten akt. 111,30 €
Smava 222,35 €
Kaution 1.000,00 €
Sonstiges 3.000 €
Gold/Silber 454,30 €
Aktiva 330,178,63 €
Hypothek Immobilie 1 14.247,03 €
Hypothek Immobilie 2 61.113,43 €
Hypothek Immobilie 3 136.041,38 €
Kredit Einrichtung Immobilie 3 9.195,16 €
Kaution Immobilie 2 1.300 €
Kaution Immobilie 3 2.060 €
Kreditkarte 625,44 €
Fidura (ausstehende Einlagen) 14.175,00 €
Passive Rechnungsabgrenzung 0 €
Passiva 238.757,44 €
Nettovermögen 91.512,16 €

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33 Reaktionen zu “April 2010 (91.512,16 EUR, +1.437,05 EUR)”

  1. anjago

    Hi, kannst du mir verraten welche “viele schöne Aktien” hast du ausgesucht ?

    Danke
    Anja

  2. Tilman

    Ähm – Grunderwerbssteuer und Notargebühren sind nicht “gebundenes Kapital”. Die sind einfach nur weg, ausgegeben, verbraucht, ex. Ich halte das für einen schweren Denkfehler. Grunderwerbssteuer und Notargebühren sind kein Flaschenpfand, das Dir beim Verkauf wiedergegeben wird.

  3. Jan

    Da mit den Immobilien Einkünfte aud Vermietung und Verpachtung erzielt werden, gelten diese als Anschaffungsnebenkosten und können anteilig abgeschrieben werden. Die Aktivierung ist meines Erachtens daher zutreffend. Für mehr Infos fragen Sie den Steuerberater Ihres Vertrauens.

    MfG
    JK

  4. Arkad

    Bon soir,

    ich glaube, dass der Webmaster in Hinblick auf die Grunderwerbssteuer usw. meint, dass er bereits 10k investieren muss, ohne hierfuer bereits jetzt eine Rendite zu erhalten. Einen Teil der Gesamtkosten (Neben dem Kaufpreis eben Notarkosten und Grunderwerbssteuer) muss er bereits jetzt begleichen, erzielt aber im Gegenzug hierfuer ueberhaupt keine Einnahmen (sprich: keine Mietzinsen). Dies erscheint natuerlich zunaechst nicht so gluecklich. Lasst uns fuer den Webmaster hoffen, dass sich dies alles am Ende amortisieren wird.

    Gruss,
    Arkad

  5. MAX

    @Jan

    Geht es hier um eine steuerlich korrekte Bilanz oder um eine Bilanz, die die Vermögensentwicklung richtig widerspiegelt?
    Natürlich hast Du Recht, dass die Anschaffungsnebenkosten zusammen mit dem Objekt über dessen Abschreibungszeitraum abgeschrieben werden müssen. Das ist doch aber nur eine steuerliche Regelung, damit man Vater Staat nicht die Steuerersparnis gleich komplett auf einmal aufdrücken kann.
    Bei einem Wohnungsverkauf entstehen doch immer diese Kosten, aber die Wohnung wird doch nicht mehr wert dadurch, dass sie verkauft wird. Dann würde eine 4 Mal im Jahr verkaufte Wohnung ja wesentlich mehr Wert sein, als eine, die langfristig im Besitz verbleibt.

    Irgendwie unlogisch, oder?

    Und außerdem glaube ich, schreibt der webmaster seine Immobilien hier eh nicht ab, oder? Ich meine, der Ansatz mit der Aktivierung der Anschaffungsnebenkosten wäre eh nur dann richtig, wenn die Immobilien in der Bilanz auch jedes Jahr weniger Wert hätte, also abgeschrieben werden würden.

  6. Jan

    Es kommt auf die vorgehensweise des Webmasters tatsächlich an. Handels- und steuerrechtlich müssten die aktivierten Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten auf Gebäude aktiviert und jährlich abgeschrieben werden.

    Wenn der Webmaster nun die Gebäude “at cost” bewertet ohne Abschreibungen vorzunehmen, berücksichtigt er zum einem die Abnutzung der Gebäude nicht, zum anderen müsste er jedes Jahr eine Bewertung vornehmen und als vorichtiger Kaufmann zumindest außerordentlich die Wertminderungen abschreiben… Die Anschaffungsnebenkosten wären dann tatsächlich in den ersten Jahren nach Erwerb außerordentlich abzuschreiben, da ein fremder Dritter wahrscheinlich nicht ein paar Monate später die Wohnung zu einen höheren Preis kaufen würde … Es sei denn, der Webmaster schafft es, zu Schnäppchenpreisen die Immobilien zu erwerben…

  7. Hedger

    Hi,

    7 000 Euro passives Einkommen aus 90 000 Euro bzw. 8,8% Rendite sind schon eine Hausnummer!
    Ich denke, wenn Du dieses Verhältnis dauerhaft halten kannst, hast Du schon viel gewonnen. 12% durchschnittliche Rendite
    geht wohl nur, wenn an der Börse eine längere Hausse vorherrscht. In solch einer Hausse hat Bodo Schäfer sein Buch
    geschrieben, daher auch solche Zahlen.

    Viel Erfolg weiter!

  8. Alter

    @Hedger

    8,8% Rendite ist sehr gut. Ohne hier den Buhmann spielen zu wollen, die gibt es hier leider nur auf dem Papier. Ich befürchte, der Webmaster wird noch ein böses Erwachen erleiden.

    Gruß, Alter

  9. Dagobert Duck

    @Alter

    Es sind ja auch noch stille Reserven bei den Immobilien vorhanden. Aber bei den geschlossenen Fonds wird es sicherlich noch die ein oder andere Überraschung geben.

    Wenn man sich z.B im elektronischen Bundesanzeiger die Bilanz der “FIDURA Rendite Plus Ethik Fonds GmbH & Co. KG” anschaut, dann wird man folgendes lesen:

    Schlussbilanz 31.12.2008

    1. Finanzanlagen

    Die Finanzanlagen betreffen im Geschäftsjahr 2006 erworbene Anteile an der WEBfactory GmbH, D-74722 Buchen, im Geschäftsjahr 2007 erworbene Anteile an der SensorDynamics AG, A-8403 Lebring sowie im Geschäftsjahr 2008 erworbene Anteile an der mechatronic Systemtechnik GmbH, A-9500 Villach.

    Finanzanlagen 1.240.681,00

    II. Guthaben bei Kreditinstituten 2.294.831,65

    3. Sonstige Rückstellungen

    Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit € 373.750,00 die noch nicht ausbezahlten Geschäftsführungsvergütungen der IWF Fondsconsult GmbH für 2008.

    Unternehmensbeteiligungen in Höhe von 1,2 Millionen und fast 400k pro Jahr für die Geschäftsführung? Und dann sollen auch noch 15% p.a . Rendite für die Anleger erwirtschaftet werden? Wie soll denn das gehen?

    Habe mir auch mal kurz das Prospekt angeschaut… 10% des Nominalkapitals hat sich Fidura gleich mal angeeignet. 200k, hat allein das Prospekt gekostet, 100k das Marketing, 5% der späteren Ausschüttungen werden gespendet. Lustig ist auch, dass die die 2% Gebühren aufs Nominalkapital berechnen. Bei aktuell ca. 25% des Nominalkapitals werden daraus fast 8% Gebühren.

    Nach 2008 kam nur noch die FRT (Fries Research & Technology GmbH) als Beteiligung dazu, bin mal gespannt, wie das dann 2009 aussieht…
    FRT und Webfactory scheinen laut dem eBundesanzeiger jedenfalls keine sehr profitable Unternehmen zu sein. Selbst wenn die 30% Rendite auf die 1,2 mil machen dann sind das nur 360k und wenn das restliche Kapital solange bei 5% irgendwo geparkt wird, dann ergibt sich aber ne ziemlich mickrige Rendite für das Risiko was man mit diesem Fonds eingeht.

  10. Alter

    @Dagobert Duck.

    Gute Analyse. Stille Reserven sehe ich bei den Immobilien allerdings nicht. Wo sollen die Wertsteigerungen gegenüber den Anschaffungskosten herkommen? Immobilienboom?

    Das Risiko ist verschärft durch den eingesetzten Hebel, sei es bei den Immobilien durch die Kredite bzw. bei Fidura durch die künftige Zahlungsverpflichtung.

    FRT kenne ich. Die haben in der Tat eine sehr gute Technologie. Die Frage ist, läßt sich die hinreichend zu Geld machen. Der Ansatz des Vertriebs in den USA ist gescheitert, letztendlich sicher auch bedingt durch die Krise. Letztendlich tritt das Unternehmen seit Jahren auf der Stelle, schreibt kontinuierlich Verluste ohne erkennbare Besserung. Ist schon sehr riskant.

    Alter

  11. Mark

    Lieber Webmaster,
    ich lese schon seit Jahren mit großem Wohlwollen deinen Blog und habe mir von deinen Zielen und Vorgehen einiges abgeschaut. Nachdem ich ein lausiger Anleger bin, fokussiere ich mich auf eine Maximierung meines Arbeitseinkommens. Ich habe mich als Unternehmensberater selbstständig gemacht und liege gut im Plan, dieses Jahr ein Bruttoeinkommen von 200.000 Euro und ein sechsstelliges Nettoeinkommen zu erzielen.

    Bei dir mache ich mir neben der schönen Analyse von Dagobert und deinen eigenen Einträgen zu mittelmäßig laufenden Einzelinvestments Sorgen um deine grundsätzliche Vermögensaufteilung:
    Inzwischen hast du fast 80% deines Aktivvermögens in Immobilien angelegt. Diese Immobilien sind nach meiner Erinnerung im Wesentlichen Wohnimmobilien in derselben Region in Deutschland. Wenn man diese Anlagestrategie auf dem Aktienmarkt übertragen würde, hättest du 80% deines Vermögens in dieselbe Branche, im selben Land und derselben Region mit denselben potentiellen Kunden angelegt. Hier bestehen erhebliche Klumpenrisiken, die durch die übliche lange Anlagendauer (10-25 Jahre) bei Immobilieninvestments an Gewicht gewinnen. Diese Klumpenrisiken könnten deine Immobilieninvestments (unabhängig von Einzelrisiken wie Reparaturbedarf oder Mieterinsolvenz) alle gleichzeitig treffen. Beispielhaft sei die Erhöhung der Grundsteuer oder andere Staatseingriffe, ein atomarer Unfall/Anschlag oder abnehmende Wohnimmobiliennachfrage durch Firmeninsolvenzen in deiner Region aufgeführt.

    Auf der Finanzierungsseite hast du dich des Leverageeffektes bedient, um mit dem eingesetzten Fremdkapital deine Eigenkapitalrendite zu steigern. Diese unter Renditegesichtspunkten clevere Idee führt bei extensiver Nutzung aber dazu, dass bei langfristig festgesetzten Auszahlungsströmen zur Kredittilgung schon kleinere Planabweichungen bei deinen Einzahlungsströmen (aber auch bei ungeplanten Ausgabenerhöhungen wie Reparaturen) dazu führen, dass du die Auszahlungsströme nicht mehr durch dein Arbeitseinkommen auffangen kannst. Dann musst du im besten Fall eine Stundung deiner Kredite verhandeln (natürlich mit Einfluss auf deine Bonität und Kreditzinsen), im schlechtesten Fall siehst du Zwangsversteigerungen dann von der anderen Seite. Erschwerend kommt hinzu, dass nur ein Bruchteil deiner Mittel (4.800,- Euro) unmittelbar liquide angelegt zu sein scheint und ein Großteil deiner anderen Anlagen wahrscheinlich nur mit Verlusten liquidierbar ist. Eine Barmittelquote bei Immobilienfonds von 5% (das wären bei deinem Aktivvermögen 16.500 Euro) ist nicht ungewöhnlich.

    Hier solltest du dir über deine Ziele klar werden: Wenn du alles auf eine Karte setzen willst, um im angestrebten Zeitraum Millionär zu werden, bist du auf einem guten Weg. Geht es dir um einen Vermögensaufbau, der dir mittelfristig (unabhängig von selbst gesetzten Enddaten) finanzielle Unabhängigkeit ermöglich, solltest du deine Anlagestrategie anpassen. Meine Empfehlung an dich wäre, die unter Renditegesichtspunkten schmerzhafte Anlage in liquideren Anlageformen wie Anleihen – auch zur Verbesserung der Risikodiversifizierung – auszuweiten und insgesamt breiter anzulegen (z.B. Hedgefonds oder Solaranlagen auf deinem Immobiliendach o.ä.). Aufgrund der derzeit von der Inflationsangst getriebenen Nachfragesteigerungen auf dem Immobilienmarkt (z.T. bis +30%), wirst du keine günstigen Einstandspreise mehr bekommen. In jedem Fall solltest du von weiterem Immobilienerwerb absehen. Umgekehrt wäre aber auch überlegenswert, dich von einem Immobilieninvestment zu trennen. Die Anlage in Einzelaktien würde ich mir aus Portfolio- und Risikogesichtspunkten nochmals überlegen (wenn du dir überdurchschnittliche Fähigkeiten zutraust, kannst du das machen – dann solltest du aber die Branche wechseln und Finanzanlagen zum Beruf machen). Wie auch immer du dich entscheidest, ich drücke dir die Daumen!
    Mark

  12. Anfänger

    NEUES THEMA:

    Hi Leute, ich bin jetzt kurz davor meinen ersten Schritt zu machen. Sprich ich denke darüber nach eine Wohnung für den Eigenbedarf zu kaufen weil ich glaube ich sollte das historische Zinstief nutzen.

    Rahmenbedingungen:
    - KP 50.000 EUR
    - EK 10.000 EUR
    - Immobilie ist in einer mittelgroßen deutschen Großstadt (wie bspw. Frankfurt, Düsseldorf, Köln)
    - Lage ist zentral allerdings in einer eher wenig beliebten Wohngegend (deshalb der niedrige KP)
    - Hausbank bietet die 80% für 3,02% eff. an
    - meine Einschätzung für die Zukunft lautet: man bekommt die Bude immer vermietet nur über eine Wertsteigerung beim Wiederverkauf sehe ich wenig Spielraum

    Plan:
    - die Bude 3 Jahre zu beziehen (umgehung der Spekulationssteuer) und dann rennoviert weiterverkaufen oder vermieten

    Fragen:
    - da es sich um eine selbstgenutzte Immobilie handelt, sollte ich eine Volltilgung oder einen sehr hohen Tilgungsatz wählen?
    - glaube das die Bude weder unter noch überbewertet ist und ich durch eine weitere Rennovierung nur sehr begrenzt die Möglichkeit der Wertsteigerung habe > ist das langfristig die richtige Entscheidung?
    - sollte ich die 10K nicht lieber einfach in einen ETF anlegen und weiterhin in meiner genial günstigen (nur 300 EUR) Wohnung bleiben?
    - was haltet ihr von Bausparverträgen um bei einer nichtvollständigen Tilgung die Restschuld damit zu begleichen (insb. Riester Wohnen) ?

    Mich reitzt die relativ überschaubare Grösse und die möglichkeit nach 5 jahren einen schönen income stream zu haben von bestimmt 3XX Eur zu bekommen. Für mich wäre es das erste mal deshalb die leichten Bauchschmerzen. Würd mich freuen wenn ihr euch die Zeit nehmt eure Meinung dazu zu äußern.

  13. MAX

    @Anfänger

    Hm, also sorry, ich meine das nicht despektierlich aber Du scheinst Deinem Namen alle Ehre zu machen ;-)

    Ich meine, Deine Pläne scheinen ziemlich unausgegoren zu sein. Ja teilweise wirkt die Planung ein bisschen chaotisch. Oder kann es einfach sein, dass Du noch gar nicht so richtig weißt, was Du willst. Oder liegt es daran, dass Du Dich zwar gut informiert hast, nur diese ganzen Dinge dabei auf Dich eingeströmt sind und Du jetzt versuchst irgendwie alles ein bisschen zu machen?

    Aber ok, Deine Fragen zeigen dies ja auch. Finde ich gut, dass Du Dich hier informieren möchtest.

    Ich versuche Mal, die Punkte nach und nach abzuarbeiten. Da so viele aber durcheinander ist, wird es schwer.

    - Also, zu erst sagst Du, dass Du das historische Zinstief nutzen möchtest. Da kann ich nur sagen, dass ich im September 2005 schon Mal niedrigere Zinsen bekommen habe als heute, lag allerdings daran, dass damals niemand nach Sicherheiten gefragt hat und ne 100% Finanzierung ohne Probleme möglich war, während es heutzutage hohe Risikoaufschläge gibt. Darüber habe ich mich hier ja schon an anderer Stelle ausgelassen. Aber Du hast natürlich Recht, dass dieses Jahr wohl für lange die beste Zeit ist einzusteigen und sich zu verschulden. Ob dies dann zur Eigennutzung oder zur Vermietung ist, ist was das Verschulden angeht und sich die niedrigen Zinsen für die nächsten 15 Jahre sichern erstmal irrelevant.

    Nun zu Deinen Rahmenbedingungen:
    - Eine 20% Finanzierung mit EK klingt auch erstmal vernünftig. Allerdings gibt es hier schon Unterschiede, ob Du selbst bewohnst, oder vermieten möchtest und außerdem bleibt die Frage offen, wieviel Kapitel Du denn insgesamt zur Verfügung hast und wo Du es sonst noch so investiert hast. Ich würde z.B. derzeit nur 10% finanzieren. Aber das hängt von Deiner persönlichen finanziellen Situation ab, die hieraus nicht hervorgeht.

    - Das die Immobilie in einer Großstadt ist, ist auf jeden Fall gut. Wobei die Großstädte, die Du dort aufzählst alles andere als mittelgroß sind. Der Trend zur Urbanisierung hält ja an und in einer Großstadt sind Immobilien ein gutes Investment. Allerdings ist dieses hier ja auch schon viel diskutiert wurden. Derzeit gibt es auch schon wieder etliche überbewertete Objekte. Wir sind ja hier schließlich nicht die einzigen, die Immobilien kaufen wollen.

    - Du schreibst, dass das Objekt zentral gelegen ist, aber in einer unbeliebten Wohngegend. Gleichzeitig schreibst Du später aber auch, dass es sicherlich immer gut zu vermieten ist. Also irgendwas passt dort nicht zusammen. Ich würde sagen in einer unbeliebten Wohngegend würde ich nie zuschlagen, da hier der Trend dann eher dahin geht, dass es immer unbeliebter wird. Ohne das wir hier aber nähere Infos haben, kann da keiner was zu sagen.

    - Gleiches gilt für den Preis. Du sagst, dass dieser günstig ist. Auch dazu kann hier niemand was sagen. Du scheibst ja nur etwas von 50 TEUR. Aber wenn die Wohnung nur 20qm hat ist dieses für eine unbeliebte Wohngegend schon sehr teuer. In Bremen würde ich nur für eine 50qm Wohnung 50 TEUR auf den Tisch legen. (Ich gehe davon aus, dass es sich nicht um ein Neubau, sondern um eine Altimmobilie handelt).

    - Auch zu Deinem Angebot der Hausbank fehlen uns hier viel zu viele Infos. Auf den ersten Blick wirkt das günstig. Aber die wichtigste Frage ist natürlich für wie lange die Zinsbindung denn bei diesem Angebot ist. Du gibst auch nur den anfänglichen Effektivzinssatz an, der für eine langfristige Finanzierungsaussage natürlich nicht hilfreich ist. Da ist dann schon der Nominalzins entscheidend. Der Effektivzins ist ja nur ein nach (merkwürdigen) Methoden berechneter Zinssatz, weil es von Gesetzeswegen vorgeschrieben ist. Ich habe das Gefühl, diese gesetzliche Pflicht ist nur eine Möglichkeit für die Banken die Zinssätze noch besser zu verschleiern. Ist halt ne Angabe für den “dummen” Ottonormal-Kunden, der 1+1 nicht zusammenzählen kann.

    - Deine Einschätzung für die Zukunft finde ich ein bisschen merkwürdig, zum einen sagst Du, immer gut zu vermieten, zum anderen aber keine Wertsteigerung. Da stell ich mir die Frage, von was für Zukunftsszenarien Du ausgehst?! Deflation? Oder hast Du mit nominalen Werten gerechnet und eine angenommene Inflation herausgerechnet? Fragen über Fragen…

    Zu Deinem Plan:
    - Den verstehe ich nun am allerwenigsten. Ich frage mich, was Du willst?! Gefällt Dir die Wohnung und die Lage nun so gut, dass Du selbst drin wohnen willst oder nicht? Hier erscheint es mehr, als willst Du nur drin einziehen, um die Spekulationssteuer zu umgehen. Aber das passt überhaupt nicht zu Deiner Annahme. Du hast doch gesagt, dass Du keine Wertsteigerung erwartest… also worauf sollst Du dann Spekulationssteuer zahlen? Die musst Du ja nur auf den Gewinn zahlen, der beim Verkauf entsteht (also die Wertsteigerung). Also, dass mit dem Wiederverkaufen verstehe ich nicht. Langfristig vermieten klingt dagegen für mich plausibler, verstehe dann aber nicht, warum Du erst selbst einziehen willst.

    Zu Deinen Fragen:
    - Auch hier lässt sich Dir wieder nichts sagen, da uns nicht bekannt ist, wie lange die Kreditlaufzeit sein soll. Und es macht ja einen erheblichen Unterschied, ob Du eine Volltilgung bei 5 Jahren Kreditlaufzeit oder bei 30 Jahren machst. Also, ist mir nicht ganz klar, was Du hören willst. Ich kann nur generell von einer hohen Tilgung abraten. Welchen Grund hast Du für eine hohe Tilgung? Ich meine bei steigenden Zinsen (die Du ja annimmst, weil Du ja davon sprichst, Dir die historisch tiefen Zinsen zu sichern) und erst recht bei steigender Inflation gibt es doch kein Grund seine Schulden schnell zu tilgen. Da solltest Du Dich doch eher freuen einen Kredit zu 3% zu haben und das Geld, was Du übrig hast lieber gewinnbringend woanders anzulegen. Ich wähle für meine Immobilienfinanzierungen immer den geringstmöglichen Tilgungssatz. Aber das habe ich hier auch schon an anderer Stelle erläutert.

    - Zur Renovierung, also da will es mir gar nicht einleuchten, warum Du renovieren willst, wenn Du sagst, Du erreichst dadurch keine Wertsteigerung. Und wenn die Wohnung auch so zu vermieten ist, wie Du sagst, dann mach es doch… also wüßte nicht warum man renovieren sollte… bloß nicht nur aus steuerlichen Gründen. Das bringt Dir nämlich gar nichts, wenn der Wert sich nicht steigert. Außerdem fragst Du, ob das langfristig die richtige Entscheidung ist… und gleichzeitig überlegst Du die Wohnung nach 3 Jahren wieder zu verkaufen?!?!? Hm, was ist denn für Dich langfristig?

    - Also die Frage passt ja nun gar nicht zu dem ganzen übrigen Thema… wenn Du so unsicher bist, ob Du es machen solltest, dann lass es lieber. Wie gesagt, mir ist Dein Plan noch nicht klar. Überleg Dir doch erstmal grundlegend, ob Du eine Wohnung für Dich selbst haben willst, oder eine die Du vermietest. Du musst das doch nicht vermischen. Option wäre doch auch immer noch, in Deiner günstigen Wohnung wohnen zu bleiben und die andere Wohnung von vornherein zur Vermietung zu kaufen. Was spricht dagegen? Bei der Option die 10 TEUR in einem ETF anzulegen, hast Du ja völlig Dein Ziel Dir die günstigen Zinsen für FK zu sichern aus den Augen verloren. Ich meine, natürlich kannst Du das auch machen. Aber das ist wie gesagt etwas ganz anderes und hängt von Deiner gesamten finanziellen Situation ab, die hier völlig unklar bleibt. Aber meine persönliche Meinung. Finanzier die Wohnung nur mit 5 TEUR und leg den Rest in Aktien an. Dann vermietest Du die Wohnung und finanzierst daraus den Kredit und die Tilgung und sparst von Deinem Einkommen monatlich weiter regelmäßig in Aktien. So hast Du zur Not eben immer noch vermögen in Aktien, die Du im Gegensatz zu der Wohnung sofort verkaufen und zu Geld machen kannst.

    - Zum Schluss bringst Du noch den größten Klopfer… aber sorry diese Darlehensfinanzierung mit dem Konstrukt des Bausparvertrages oder gar Lebensversicherung, dass ist der größte Tobak, den man machen kann. Diesen Schei… drehen einem die Banken auch immer nur an, weil sie damit den größten Profit machen. Und wenn die Bank damit viel Profit macht, wer muss das finanzieren??? Wo soll das herkommen??? Also, mit dieser Option verfährt man immer am schlechteste. Sie wird gern vorgeschlagen, weil sie die größtmögliche Kalkulationssicherheit bietet. Aber wie man weiß kostet Sicherheit auch immer Rendite. Und mir ist es nicht einmal gelungen diese Variante als die besser zu bewerten. Egal mit welchen Szenarien ich rechne und wie bitterböse ich die Zukunft annehme, mit einer “normalen” Anschlussfinanzierung fahre ich immer besser. Selbst wenn der Zinssatz auf 8-10% steigt. Die Summe, die Du aufbringst um in den Bausparvertrag einzusparen, kannst Du lieber dafür aufbringen um in gute Aktien zu investieren, da stehst Du bei einer Anschlussfinanzierung nach 10-15 Jahren sehr viel besser da. Wenn Du mehr Kalkulationssicherheit möchtest, dann wähle eine längere Zinsbindung, also statt 10 solltest Du 15 Jahre wählen. Würde ich empfehlen, auch wenn das derzeit immer noch ein Tick teurer als damals ist. Naja, theoretisch kannst auch 20 Jahre. Aber das wird auch wieder teurer.

    Hiermit möchte ich nicht den Bausparvertrag an sich schlecht machen. Wenn er in jungen Jahren mit VWL und Arbeitnehmersparzulage bespart wird ist er nicht schlecht und lohnt sich auch, vorallem um sich günstige Zinskonditionen für die Zukunft zu sichern. Also eben bevor man einen Kredit benötigt. Wenn man dann einen Kredit hat, dann ist es dämlich weiter einen Bausparvertrag zu besparen. Da ist es dann wiederum günstiger alles in die Tilgung zu stecken. Auch wenn ich hiervon abgeraten habe, ist das noch immer die günstigere Alternative, bevor man mit diesem Bausparvertrag- oder oft auch angebotenem Lebensversicherungskrams anfängt.

    So, soweit von mir. Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen. Deine letzte Aussage verstehe ich gar nicht mehr. Also, was Du damit meinst von wegen nach 5 Jahren income stream usw….

  14. thor

    @Webmaster
    Gibt es Dich überhaupt noch?
    Da ich mein Investement, Aktien, Immobilienfond und Anleihen, immer gerne mit Deinem vergleiche (überwiegend Immobilien ) wäre schon interessant, was Deine Bilanz aussagt.
    Persönlich suche ich auch gerade wieder ein neues Investment, da einige Aktien bei mir ausgestoppt wurden. Ich versuche mit meinem Limit immer 20% zu erreichen. Dies wurde dann auch bei einigen guten Titel erreicht. Ich will natürlich nicht verschweigen das andere Titel im Minus sind. In Summe habe ich im April 3% zuwachs geschaffen.

  15. Chris

    @Webmaster: Wann gibts denn mal wieder ein Update? REACH100 sollte doch nun erreicht worden sein! :)

  16. JEH

    Komisch. Hier und auch auf anderen Seiten wie Blogs ists in den letzten Wochen sehr ruhig geworden. Lag es am Februar oder am zittrigen Mai?
    Was solls- still, sehr still ists geworden….

  17. Hedger

    Es ist gerade Urlaubszeit. Jetzt genießt man die Investmenterfolge des zurückliegenden Jahres und plant am Strand oder in den Bergen wie man zukünftig das passive Einkommen weiter erhöhen kann, um noch länger Urlaub machen zu könen :-)

  18. thor

    Schade , dieser Blog ist wohl tot. Hat jemand Alternativen?

  19. theindless

    Vielleicht hat er die Million über nen Glücksgriff erreicht und keine Zeit mehr zum bloggen vor lauter Geld ;-)

  20. Tilman

    Vermutlich hat er einen anstrengenden Job der ihn total auslaugt. Meines Wissens arbeitet er in der Beratungsbranche, also Tag und Nacht Powerpoint-Folien machen. Beratungsfirmen sind zwar bekannt dafür dass sie verbrannte Erde bei ihren Kunden hinterlassen (weil deren “individuelle Lösung” immer lautet “Leute einsparen” bzw. “offshoring” und danach stellt der Kunde fest, dass er versehentlich die Besten entlassen hat), aber die Beratungs-Mitarbeiter werden auch in kurzer Zeit ausgebrannt.

    Dazu kommt dann wohl eine fehlende Motivation weil jeder Finanz-Schritt von ihm hier eher kritisch betrachtet wird. Und solche Kommentare wie meiner sind vermutlich auch nicht motivierend.

    Ich habe den Blog trotzdem immer mit Interesse gelesen und wünsche mir dass er weiter geführt wird.

    Apropos Beratungsfirmen, hier eine lustige story:
    http://blog.fefe.de/?ts=b53da76c

  21. Hannes

    Ich habe mir den blog schon längere Zeit angeschaut, und mir die Frage gestellt, wann er nicht mehr mit Leben gefüllt wird. Nun ist es soweit. Ein Mietnormade hat den Traum von der ersten Million kaputt gemacht und das ganze Finanzierungsmodell ist in sich zusammengefallen.

    Nein, hoffe ich natürlich nicht! Ich selber investiere auch fast 90% in Immobilien, und habe bis dato nur eine negative Erfahrung mit einem Mieter gemacht. Die hat mich aber auch gleich 20.000€ gekostet. Nichts desto trotz bin ich der Meinung, das der Aufbau von Vermögen am einfachsten über den Kauf von Immobilien zu realisieren ist

    Ich selber habe mich auf 1-Zimmer Wohnungen spezialisiert. Die beste Rendite, und am einfachsten zu vermieten. (der 20.000€-Verlust stammt aus einer 3,5 Zimmer Wohnung!!!)

    Ich hoffe auch das der blog hier weitergeführt wird. Gerade die Kommentare von Euch allen finde ich Spitze. Die Frage ist immer ob die Million ein Ziel ist, oder eher die Frage der finanziellen Unabhängigkeit, die für jeden von uns individuell gestaltet ist. Mir würden schon 3.500€ Mieteinnahmen reichen. Oder wie hier gesagt wird Passiv-Einkommen. Leider benötige ich hierfür noch 1.500€. Aber dann,……
    ja was dann, dann ist das Ziel für mich erreicht, aber wie geht es weiter, weiter anlegen, verzichten, leben???

  22. webmaster@pfblog.de

    Tot ist der Blog (noch) nicht. Es gibt auch keine Probleme mit Mietnomaden ;)

    Das 100k-Ziel habe ich mittlerweile erreicht, ein gutes Ergebnis seit Entstehung des Blogs. Beigetragen hat dazu eine Steuerrückzahlung von ca. 3.500 Euro, ein Bonus vom Ex-Arbeitgeber von 1.500 Euro und ein deutlich höheres Gehalt. Ich verdiene seit dem 01.06. nun ca. 800-900 Euro brutto mehr und schramme damit so knapp unter der 100k-Verdientgrenze. Zu den Details komme ich noch in separaten Beiträgen.

    Was ich aber gemerkt habe, ist folgendes: Ich muss meine Zeit sinnvoll nutzen. Dieser Blog bringt mittlerweile (fast) kein Geld mehr und kostet enorm Zeit für Pflege und Wartung. Gleichzeitig gibt es hier einige Kommentare, auf die ich gut verzichten kann. Gerade wegen dem letzten Punkt ist der Spaß verloren gegangen und ich habe mich dazu entschlossen, Ende des Jahres den Blog aufzugeben. Statisch wird er vielleicht noch da sein, weil es evtl. einige Learnings gibt auf dem Weg zu 100k. Ich werde auf den 100k aufsetzen, die in 30 Jahren bei 8% Verzinsung 1 Mio. Euro wert sind. Da ich aber weiter Immobilienprojekte starte und spare wird es deutlich schneller gehen. Aber ich habe keinen Druck mehr, mich für etwas weniger Geschwindigkeit im Vorankommen rechtfertigen zu müssen.

  23. Sören

    Ich würde es sehr schaden finden, wenn der Blog eingestellt wird. Als Platform zum Informationsaustausch ist die Seite schließlich auch sehr informativ.

    Es wird hier immer sehr viel über Immobilieninvestments geschrieben. Welche EK-Rendite vor bzw. nach Steuern und nach allen Kosten strebt ihr hierbei an? Und üblicherweise bei welchem Leverage?
    10% p.a. nach Steuern kann ich auch bei gezielter Auswahl von Bonus-/Discount-Zertifikaten bzw. Genussscheinen/Nachrangkapital bei überschaubarem Risiko erzielen. Das Alles bei gleichzeitig weniger Arbeit und höherer Liquidität.

    Das Mietklientel bei 1-Zimmerwohnungen würde mir auch nicht unbedingt zusagen, da z.B. Studenten i.d.R. sehr schnell wieder kündigen.

  24. Hedger

    Ich fände es auch schade, wenn der Blog stirbt. Auf jeder öffentlichen Webseite tummeln sich natürlich auch Wichtigtuer und vor allem Neider, die mit ihrem Konzept nicht so schnell oder gar nicht vorankommen. Andererseits ist Deine Entscheidung auch nachvollziehbar, wenn Dir der Blog zwar viel Zeit kostet, aber nur noch wenig bringt – auf welcher Ebene auch immer. Vielleicht schaffst Du es ja doch in größeren Abständen hier zu posten.

    Weiterhin viel Erfolg!

  25. aufgeber

    Ein klassischer Aufgeber – erst will er in kurzer Zeit Millionär werden, schafft dann in viel zu langer Zeit gerade mal 100k, und dann gibt er auch noch den Blog auf. Das ist wirklich looser-mäßig. Jeder kann Millionär werden, wenn er es richtig und ganz will. Du willst es anscheinend nicht. Denn sonst würdest du mehr dafür tun (außer schulden machen um immos zu kaufen…)

  26. Anfänger

    Hi Blogger, ich muss sagen ich finde es extrem schade. Hatte hier endlich mal eine Plattform gefunden in der sich Menschen mit dem selben Ziel austauschen konnten. Ich traue mich im Freundeskreis ja kaum das Thema Geld zu thematisieren, da es vollkommen tabuisiert wird. Natürlich hat es einiges an negativer und leider zu wenig konstruktiver Kritik (wie Steuertipps oder Investmenttipps) gehagelt. Allerdings macht doch gerade das auch ein wenig die Deutsche Kultur aus. Es wird hier einfach nicht gerne gesehen, wenn einer nach den Sternen greifft und gottbehüte vielleicht sogar noch öffentlich davon spricht.

    Aber im Endeffekt geht es hier doch nicht um das Geld als Selbstzweck sondern um das Gefühl der Sicherheit. In einer Gesellchaft in der die Schere immer weiter auseinander geht würde ich gerne/ wir gerne auf der Seite stehen die im Rentenalter noch Nebenjobs machen muss nur um das Existenzminimum zu sichern. Natürlich kommt dazu noch ein gewisser Grad an Materialismus der uns ja auch allgemeinhin vorgelebt wird (vom Nachbarn bis hin zu den Medien).

    Mich persönlich würde es extrem freuen, wenn du dieses Plattform auch weiterhin nutzt. Vielleicht ja weniger öffentlich in einem geschlossenen Forum in dem sich alle zu konstruktiven Beiträgen bekennen und gemeinsam Gedanken austauschen.

    ***irgendwie bin ich mir sicher das auch dieser Post verissen wird***

  27. Hannes

    @Sören,

    ich habe mit dem Klientel richtig gute Erfahrungen gemacht. Habe wie, wie schon erwähnt einige Immobilien. Bei mir sind es nur 3x “Heimfahrer”, 2x Studenten. Die Studenten haben eine mittlere Verweildauer von 3 Jahren!

    @blogger
    wichtig ist es sich die Zeit richtig einzuteilen. Schade, dass Du keinen Druck mehr hast. Druck macht hungrig. Ist man satt macht man Fehler.

    Ich bin weiter hungrig. Und ich will definitiv meine finanzielle Unabhängigkeit!!

    @Anfänger:
    geht mir genauso, ein Gedankenaustausch über Thema Geld, Vermögen findet man sonst kaum!!!

    Aber ich habe auch Verständnis, wenn der blog hier kein Geld, oder wie hier immer gesagt wird, Passiv-Einkommen, abwirft sollte man sich davon trennen. Ich denke jedoch, wenn Du den Blog zu machst, wirst Du Dein Ziel verlieren, oder es als nicht so wichtig erachten und scheitern.

    VG

  28. Mark

    @blogger: Schade schade schade. Ich hoffe, es ist die richtige Entscheidung für dich. Ich für mich hätte mir natürlich – wie sicher die meisten Leser (seien es Fans oder Kritiker) natürlich eine Fortführung dieser tollen Seite gewünscht.

  29. Goldesel

    Hallo blogger,

    seit etwa einem Jahr bin ich ein begeisterter Leser dieser Seiten hier.
    Dieser Blog hat mich mit einem Thema zusammengebracht, welches ich lange Zeit nur wenig beachtet hatte und mich zur Festlegung eigener (finanzieller) Ziele bewegt. Ich würde es sehr bedauern, wenn diese Plattform der Inspiration verloren geht. Zugegeben, erstmal ein egoistischer Grund, um ein Weiterführen dieser Seite zu wünschen.

    Doch ich sehe es auch so, wie in einem vorangegangenen Kommentar schon erwähnt wurde: Ohne Blog, wird der Druck nachlassen und das Ziel etwas nach hinten rücken.
    Hier zumindest einmal ein DANKE SCHÖN für die geteilten Informationen, Erfahrungen und Ideen.

    Es wäre sicherlich auch schön gewesen, Deinen Erfolg im Netz weiter zu verfolgen und die erste Million “mitzuerleben”.
    Ich hoffe, dass Du Deine Ziele weiter so motiviert verfolgen kannst.

    Viele Grüße,
    Goldesel

  30. Felix

    Ich fände es auch sehr schade, wenn der Blog aufgegeben wird. Ich lese seit ein paar Wochen mit, bin noch dabei, mich durch die letzten 3 Jahre zu arbeiten. Solche Informationen (von einem, der selber auf dem Weg ist), findet man im Netz sehr selten. Googelt man nach “finanzielle Unabhängigkeit” oder ähnliches, stößt man leider nur auf dubiose Seminare und Seiten von Leuten, die mit ziemlicher Sicherheit noch meilenweit davon entfernt sind und es vielleicht auch gar nicht selber versuchen.

    Vielleicht können wir dich ja überreden, den Blog doch am Leben zu erhalten :-)

  31. Enttäuschung

    @webmaster

    Das ist aber eine Enttäuschung. Zuerst dachte ich: “endlich mal ein deutschsprachiger Finanzblog, beidem es richtig zur Sache geht”, und dann ist bei 100k Schluss und es ist von der Million in 30 Jahren die rede (das Ziel ist viel zu unkonkret, da zu weit weg – das wird doch nie was).
    Es ist natürlich deine Entscheidung den Blog aufzugeben, trotzdem kann ich die genannten Gründe dafür nicht verstehen.
    Zu viele Kritiker? Die gibts doch immer. Man muss sich davon lösen, dass alle in Jubel ausbrechen, sobald man auftaucht. In Wahrheit sind Kritiker doch meistens Neider, die ihr ganzes Leben ihre Finanzen nicht im Griff haben und dann mit Sprüchen wie: “Ha, Mietnomaden, ein Glück hab ich nie in Immobilien investiert” kommen.
    Zu wenig Blog-Einnahmen? In einem deiner ersten Artikel schreibst du, dass du zur (Selbst)Kontrolle und zur Motivation bloggst, die Einnahmen standen doch nie im Vordergrund – dafür müsstest du auch öfters posten.
    Zu viel Zeitaufwand? Der letzte Artikel stammt vom 1.5., der Vorletzte vom 3.4. Das sind 2 Artikel in 4 Monaten – der Zeitaufwand dürfte sich in Grenzen halten.
    Schade.

  32. René

    Ich bin schon seit längerer Zeit “stiller” Leser Deines Blogs. Toll ist, daß Du im gewissen Sinne Deine Leidenschaft gefunden hast. Es ist völlig egal, ob man schnell oder langsam vorwärts kommt. Auch, wenn ich verstehen kann, daß Du im Fokus der Öffentlichkeit stehst, solltest Du weiter machen. Denn Dein Blog ist eine Kombination von Theorie & Praxis und die größten Neider und Kritiker sind meistens die, die alles theoretisch besser wissen.

    Also nochmal mein Daumen zeigt in die Höhe zum Weitermachen ! Betrachte es einfach als ein Stück Dankbarkeit ans Universum, daß Du Stück für Stück Deiner finanziellen Freiheit entgegen gehst. Da ich mehr “aktien und börsenlastig” bin, finde ich Deine Intention zu Immobilien sehr interessant. Außerdem zeigt Dein Blog Entwicklung…

    Kurz noch ein Hinweis zu Deinen Ausführungen Fonds/Aktien.

    “weil ich mich mittelfristig aus Fondspositionen lösen möchte, um mich mehr auf Einzelaktien zu konzentrieren. Hier habe ich mit dem Screening von Aktien bereits begonnen, muss aber feststellen, dass leider viele schöne Aktien schon zu teuer sind.”

    Finde gute Trendaktien und bringe diese in einem Depot unter. Hilfreich ist, daß man Wochencharts nimmt. Selbst manchmal vermeintlich “teure Aktien” steigen und steigen…denn Wann war eine Google oder eine Apple Aktie teuer ? bei 50, 100, 200 Dollar ?

    Egal wie Deine Entscheidung ausfällt, Du hast und wirst hoffentlich weiter diesen guten Blog führen.

    In diesem Sinne weiterhin viel Erfolg !

  33. klaus

    Leute bleibt mal auf dem Teppich. Eine Fehlentscheidung zu erkennen und die Konsequenzen zu ziehen ist kein Aufgeben, sondern ganz vernünftig. Der Blog war als Einnahmequelle gedacht. Offensichtlich stehen aber die Einnahmen die durch Verkaufs- und Vermittlungsprovisionen in keinem Verhältnis zu den ohnehin knappen Beiträgen.

    Das der Blog primär der Unterhaltung diente kann ich nicht glauben, dazu kann der Autor zu schlecht schreiben (Sorry) – dabei meine ich nicht die mal mehr mal weniger kleinen inhaltlichen Fehler, sondern vor allem den etwas behäbigen Stil. Aber leider sind nicht alle Blogger Germanisten — der Blog einer in NY lebenden Germanistinnen-Freundin ist immer noch mein Lieblingsblock. Auch wenn es keine E-Mail gibt in der Sie nicht tausend Fehler meinerseits entdeckt ;o)

    Bleibt die These des Blogs als — teilweise als “einzige Motivation” hochstilisierter — Motivationsmotor: daran glaube ich nicht. Das Projekt wäre wohl mit diesem Ansatz ein solches Projekt nicht so weit voran geschritten.

    Auch ich habe diesen Blog wiederholt mal amüsiert mal interessiert gelesen, das Ende erscheint mir konsequent und vernünftig. Ein abschließendes Resümee würde ich allerdings interessiert lesen.

    Viel Erfolg auf dem Weg zur Million — ganz egal ob das nun 2 oder 5 Jahre länger dauert.

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