Aufklärung zur schlechtesten Geldanlage der Welt

geschrieben am 24.02.2009; 3 Kommentare

Heute geht es um ein besonderes Schmanckerl am Investmenthimmel. Es handelt sich um eine langfristige Geldanlage eines sehr glaubwürdigen Emittenten, der eigentlich nicht pleite gehen kann. Die meisten Deutschen finden diese Anlage so klasse, dass sie recht früh mit der Ansparphase beginnen.

Spätestens mit 27 Jahren realisiert der gemeine Bürger, um welche Anlage es sich handelt- vorausgesetzt, er hat bereits 5 Jahre “eingezahlt”. Bei einem zweiten Blick entpuppt sich diese Anlage als die wohl schlechteste der Welt: Die deutsche gesetzliche Rentenversicherung. Denn der Brief der Deutschen Rentenversicherung mit dem Titel “Ihre Renteninformation” zeigt nicht nur die erwartete monatliche Rente (Seite 1), sondern auch das “investierte Kapital” bzw. die bisher eingezahlten Beiträge (Seite 2)- eine Renditeberechnung ist somit leider möglich.

Als Beispiel für eine Renditeberechnung ziehen wir meinen eigenen Rentenbescheid von 2008 heran:

Renteninformation (1)

Renteninformation (1)

Dass meine heutige Rentenanwartschaft nach 4,5 Jahren Beitragszahlung 180,61 Euro beträgt, finde ich noch nicht so schlimm. Schließlich bleiben bis zum 67. Lebensjahr noch fast 37 Jahre Zeit, in denen sich mein gegenwärtiger Nettowert von 66.272,75 Euro bei 7,61% p.a. weiterlesen…

Wie die Finanzkrise zu einer Kündigung führte

geschrieben am 30.10.2008; 11 Kommentare

Es soll ja auch spannend bleiben auf diesem Blog. Deswegen eine kleine Geschichte darüber, wie das Management einer Venture-Capital-finanzierten Company plötzlich den Rotstift zog und damit das ganze europäische Business auslöschte. (Anmerkung: Die Ausführungen sind so gestaltet, dass die Identitäten juristischer und natürlicher Personen geschützt bleiben.)

Es war einmal… ein schlauer amerikanischer Wissenschaftler, der etwas erfand, mit dem Unternehmen viel Geld sparen können. Er suchte sich Venture-Capital, um auf Basis dieser Idee ein Unternehmen aufzubauen. Sogar im Jahr 2000 bekam er dafür Kapital. Außerdem wurde ihm ein scheinbar fähiges Managementteam zur Seite gestellt. Das Konzept ging auf, sparte den Fortune 500 sehr viel Geld ein und die Firma wuchs. Etwa vier Jahre später wurde von Amerika nach Europa expandiert, indem eine “Satellitenorganisation” in Deutschland gegründet wurde, um den europäischen Markt zu bearbeiten. Auch diese deutsche Tochter verzeichnete jährlich dreistellige Zuwächse beim Umsatz und in der Mitarbeiterzahl. Ihr schloss sich auch jemand an, der einen recht “sicheren” Job in einem großen Beratungshaus gegen einen Job in diesem Startup eintauschte.

Ab 2006 entwickelte das C-Level brillante Ideen, wie durch Erschließung neuer Geschäftsfelder die Umsätze raketenartig in die Höhe schnellen sollten. Mehrere Millionen Dollar wurden investiert weiterlesen…

Der Weg zur finanziellen Freiheit: in sieben Jahren die erste Million

geschrieben am 10.09.2007; 10 Kommentare

Wie Du auf meinem Countdown oben erkennen kannst, bleiben mir jetzt nach meinem Geburtstag ziemlich genau sieben Jahre Zeit, um mein Ziel zu realisieren (2555 Tage/365 Tage=7 Jahre). Der richtige Zeitpunkt also, um kurz ausführlicher auf ein Buch einzugehen, das Du als Leser dieses Blogs wahrscheinlich kennst: "Der Weg zur finanziellen Freiheit: in sieben Jahren die erste Million" von Bodo Schäfer. Ich möchte jetzt mal überprüfen, welche vorgeschlagenen Strategien ich bereits umgesetzt habe und wo es Lücken gibt.

Zu Bodo Schäfer selbst kann ich nicht besonders viel sagen. Er selbst schreibt in seinem Lebenslauf (auf www.bodoschaefer.de), dass er im Alter von 26 eine große finanzielle Krise hatte, dann seinen Mentor traf und bereits mit 30 Jahren finanziell frei war (also mindestens Millionär…). Das mag ja stimmen, doch mich würde es interessieren, welche Firmen er aufgebaut hat und wieviel er damit wirklich verdient hat. Es ist ja auch durchaus denkbar, dass er nur durch das Schreiben von Büchern Millionär wurde. Ich habe ihn kürzlich per Mail kontaktiert, und ihn um ein Review dieses Blogs gebeten- er hat jedoch abgelehnt. Dennoch lese ich seine Bücher gerne und sie enthalten definitiv nützliche Ideen und motivieren, weiterzumachen.

Im folgenden habe ich mal eine Tabelle aufgestellt, in der sich alle vorgeschlagenen Strategien wiederfinden (zugegebenermaßen nicht besonders gut strukturiert). Viele Aspekte des Buches -insbesondere weiche Faktoren- sind nicht abgedeckt, daher kein Anspruch auf Vollständigkeit. In der vorletzten Spalte habe ich überprüft, ob ich die Strategie bereits umgesetzt habe oder weiterlesen…