Urlaub in Südostasien

geschrieben am 30.01.2009; 4 Kommentare

Jeder braucht mal eine Auszeit, um die Batterien wieder aufzutanken und um Abstand zu gewinnen. Diese Erholungsphasen habe ich bisher immer vernachlässigt. In allen Angestelltenverhältnissen kam immer etwas  dazwischen:  Ein Projekt, Deadlines, die Meinung eines Vorgesetzten, etc. Und wenn ich Urlaub hatte, dann aber bitte mit Email-Verfügbarkeit und Handy. Der Luxus meines Stands als Arbeitsloser: mit freiem Kopf und ohne Handy und Email einfach weg! Natürlich musste ich den Urlaub vom Arbeitsamt genehmigen lassen, aber angesichts der vorliegenden Vertragsangebote und der Erklärung, dass ich am 01.02. wieder anfange, war das kein Problem.

Aufgrund meines langen Aufenthalts in Indien im Rahmen eines Outsourcingprojekts sollte es wieder Asien werden, und zwar aufgrund der vielen Empfehlungen Thailand. Ein Traumland…

Die ganze Zeit habe ich am Strand bei tropischen 30 Grad meine Zeit mit Kitesurfen, im Sonnenstuhl liegen und Essen in Fischrestaurants zugebracht.  Die Leute sind alle sehr herzlich und selbst wenn Du manchmal beschissen wirst, gönnst Du den Leuten die Extrapfennige durch Touristen-Wucherpreise. Um zu veranschaulichen, wie günstig dort alles ist, hier ein paar Beispiele:

  • 20-40 Cent: Melone, Ananas, junge Kokosnuß, kleine Snacks am Strassenrand und Getränke (Bier, Erfrischungsgetränke)
  • 50 Cent: ein Liter Benzin
  • 60 Cent – 1 Euro:  einfaches Gericht in heimischen Restaurants
  • 1 Euro – 10 Euro: Vom einfachen Fischgericht über Garnelen bis zum Hummer
  • 15 Euro: 150  km Taxi
  • 3 Euro – 30 Euro: Unterkunft pro Nacht von “einfach” bis “fancy”. In Bangkok habe ich leider die 3-Euro-Unterkunft selbst testen müssen, die wirklich aussieht wie im Film “The Beach”…

Natürlich gibt es auch Touristenlocations, in denen alles zu deutschen Preisen angeboten wird, aber die Beispiele oben sind ein guter Durchschnitt.  Ganz im Sinne von Friedmans Die Welt ist flach macht es auch Sinn, die folgenden Leistungen und Produkte aus Asien zu weiterlesen…

Wie die Finanzkrise zu einer Kündigung führte

geschrieben am 30.10.2008; 11 Kommentare

Es soll ja auch spannend bleiben auf diesem Blog. Deswegen eine kleine Geschichte darüber, wie das Management einer Venture-Capital-finanzierten Company plötzlich den Rotstift zog und damit das ganze europäische Business auslöschte. (Anmerkung: Die Ausführungen sind so gestaltet, dass die Identitäten juristischer und natürlicher Personen geschützt bleiben.)

Es war einmal… ein schlauer amerikanischer Wissenschaftler, der etwas erfand, mit dem Unternehmen viel Geld sparen können. Er suchte sich Venture-Capital, um auf Basis dieser Idee ein Unternehmen aufzubauen. Sogar im Jahr 2000 bekam er dafür Kapital. Außerdem wurde ihm ein scheinbar fähiges Managementteam zur Seite gestellt. Das Konzept ging auf, sparte den Fortune 500 sehr viel Geld ein und die Firma wuchs. Etwa vier Jahre später wurde von Amerika nach Europa expandiert, indem eine “Satellitenorganisation” in Deutschland gegründet wurde, um den europäischen Markt zu bearbeiten. Auch diese deutsche Tochter verzeichnete jährlich dreistellige Zuwächse beim Umsatz und in der Mitarbeiterzahl. Ihr schloss sich auch jemand an, der einen recht “sicheren” Job in einem großen Beratungshaus gegen einen Job in diesem Startup eintauschte.

Ab 2006 entwickelte das C-Level brillante Ideen, wie durch Erschließung neuer Geschäftsfelder die Umsätze raketenartig in die Höhe schnellen sollten. Mehrere Millionen Dollar wurden investiert weiterlesen…

Der Weg zur finanziellen Freiheit: in sieben Jahren die erste Million

geschrieben am 10.09.2007; 10 Kommentare

Wie Du auf meinem Countdown oben erkennen kannst, bleiben mir jetzt nach meinem Geburtstag ziemlich genau sieben Jahre Zeit, um mein Ziel zu realisieren (2555 Tage/365 Tage=7 Jahre). Der richtige Zeitpunkt also, um kurz ausführlicher auf ein Buch einzugehen, das Du als Leser dieses Blogs wahrscheinlich kennst: "Der Weg zur finanziellen Freiheit: in sieben Jahren die erste Million" von Bodo Schäfer. Ich möchte jetzt mal überprüfen, welche vorgeschlagenen Strategien ich bereits umgesetzt habe und wo es Lücken gibt.

Zu Bodo Schäfer selbst kann ich nicht besonders viel sagen. Er selbst schreibt in seinem Lebenslauf (auf www.bodoschaefer.de), dass er im Alter von 26 eine große finanzielle Krise hatte, dann seinen Mentor traf und bereits mit 30 Jahren finanziell frei war (also mindestens Millionär…). Das mag ja stimmen, doch mich würde es interessieren, welche Firmen er aufgebaut hat und wieviel er damit wirklich verdient hat. Es ist ja auch durchaus denkbar, dass er nur durch das Schreiben von Büchern Millionär wurde. Ich habe ihn kürzlich per Mail kontaktiert, und ihn um ein Review dieses Blogs gebeten- er hat jedoch abgelehnt. Dennoch lese ich seine Bücher gerne und sie enthalten definitiv nützliche Ideen und motivieren, weiterzumachen.

Im folgenden habe ich mal eine Tabelle aufgestellt, in der sich alle vorgeschlagenen Strategien wiederfinden (zugegebenermaßen nicht besonders gut strukturiert). Viele Aspekte des Buches -insbesondere weiche Faktoren- sind nicht abgedeckt, daher kein Anspruch auf Vollständigkeit. In der vorletzten Spalte habe ich überprüft, ob ich die Strategie bereits umgesetzt habe oder weiterlesen…

Aus aktuellem Anlass: Jobsicherheit & finanzieller Schutz

geschrieben am 26.07.2007; 6 Kommentare

Etwa ein Jahr ist es her, als ich ein Fortune 500 Beratungshaus verlassen habe, um in einem kleinen Startup die Herausforderung zu suchen. Eine spannende Zeit: wir mussten den Laden expandieren, mit dem Ziel, eines Tages den Exit machen zu können und unsere Aktienoptionen zu verkaufen. Unsere Aufgaben haben wir in einem GmbH-Mantel erledigt, der zu 100% der amerikanischen Mutter gehört.

Nun das Problem: Unsere vier großen Investoren warten nunmehr schon seit 7 Jahren darauf, dass das Gesamtgeschäft Cashflow-positiv wird, damit das Unternehmen verkauft werden kann. Normalesweise peilen Investoren einen Zeitraum von 4-5 Jahren an. Wir im Europageschäft sind schon lange Cashflow-positiv, aber die Ergebnisse werden in unserer Mutter konsolidiert, die immer noch nicht Cashflow-positiv ist. Unsere Investoren üben nun Druck aus. Nach vielen Kosteneinsparmaßnahmen kam jetzt die unsinnige Idee, die gesamten Beratungsleistungen outzusourcen, um so mit Schwankungen in der Auslastung besser umgehen zu können.

Genau diese Maßnahme, von der wir von einen Tag auf den anderen erfuhren, betrifft auch meinen Job. Mitspracherechte haben wir kaum, da die GmbH nicht uns gehört. Würde uns das Unternehmen gehören, könnten wir selbst entscheiden, aber den Luxus haben wir als Angestellte nicht. Wir sind dabei, verschiedene Optionen durchzudenken und werden sicher zu einer brillianten Lösung kommen.

Egal, ob Du Dich in Sicherheit wähnst oder nicht- als Angestellter kann man ganz schnell auf dem Abstellgleis landen, ohne darauf Einfluss zu haben. Und gerade dann ist es so wichtig, finanziellen Schutz, den sog. "Notgroschen" zu haben. Das gilt natürlich auch dann, wenn Du selbständig bist. Der finanzielle Schutz ist Geld, das für etwa 6 Monate reicht, um überleben zu können. Es müssen alle laufenden Kosten abgedeckt werden können, z.B.:

  • Miete, Hypotheken
  • Strom
  • Versicherungen
  • Haushaltsgeld/Essen
  • Telefon
  • Kredite
  • evtl. Altersvorsorge
  • sonst. festlaufende Verträge

Natürlich kann man sich in der Zeit, in der man von seinem finanziellen Schutz lebt, noch weiter einschränken. In der Zeit kannst Du Dich dann ganz in ruhig nach neuen Möglichkeiten umschauen oder auch zum Kräfte sammeln in einem preiswerten Land wie Asien Urlaub machen. Du kommst so nicht in Not, das erstbeste Angebot annehmen zu müssen, da Du immernoch Wahlmöglichkeiten hast.

Ich bräuchte monatlich etwa 1.500 Euro. Mein benötigter finanzieller Schutz beträgt (x 6 Monate) ca. 9.000 Euro. Idealerweise sollte ich das Geld natürlich am besten physisch griffbereit gelagert haben (im Safe) oder auf Tagesgeldkonten täglich verfügbar und sicher geparkt haben. Ich muss aber zugeben, dass das bei mir im Moment nicht der Fall ist. Ich habe immer soviel Bargeld, dass ich einen Monat überleben kann. 9.000 Euro an sicheren Anlagen habe ich aber nicht, da der Markt momentan so verlockend ist. Ich könnte aber sehr schnell eincashen und könnte locker 6 Monate überleben. Insofern bin ich momentan sehr gelassen.

Ist das auch bei Dir der Fall?



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