Private Equity Secondaries

geschrieben am 16.01.2010; 10 Kommentare

Während den letzten Monaten habe ich mir häufig Sorgen um meine Private Equity-Fonds gemacht. Also habe ich mich rückversichert, dass alles in Ordnung ist. Bei einem Besuch der Gesellschafterversammlung meines Fidura Rendite Plus Ethik Fonds wurde zum Glück berichtet, dass der Umsatz der Beteiligungsunternehmen in Zeiten der Finanzkrise sogar gestiegen ist- also alles in Ordnung. Bei meinem Midas-Mittelstandsfonds Nr. 2 gibt es aktuell keinen einzigen Ausfall und der Fonds entwickelt sich sogar etwas über Plan. Anscheinend profitiert der Fonds auch direkt von der Finanzkrise, da Banken nun restriktiver Unternehmenskredite vergeben und dadurch verstärkt von Privatanbietern Mezzanine-Kapital nachgefragt wird. Beim Asia Capital Private Equity Winner wurden wie beschrieben bereits Beteiligungen an Zielfonds eingegangen, von denen aber nur einer eine Unternehmensbeteiligung im Q4 2008 eingegangen ist. Gegenwärtig liegt mir nur der Quartalsbericht Q2 2009 vor, und bis dahin sind keine weiteren Beteiligungen eingegangen worden, die einen Wertverlust hätten erleiden können. Also auch an der Front alles im grünen Bereich.

Durch weitere Überlegungen bin ich dann irgendwie auf Private Equity Fonds gestoßen, die sich die Bewertungsabschläge zu Zeiten der Finanzkrise zu Nutze machen: Secondaries. Ein mir bis vor kurzem unbekanntes Investmentvehikel. Diese Fonds wurden verstärkt in den letzten 12 Monaten aufgesetzt. Sie kaufen sogenannte „Secondaries“, also gebrauchte Private Equity-Fondsanteile. Ganz interessant, denn die Beteiligungen werden mit großen Abschlägen auf die ursprünglichen Anschaffungskosten zum aktuellen Fair Value erworben. Die Renditen sind durchaus vielversprechend, da manche Private Equity-Fondsanteile aktuell sehr preisgünstig erworben werden können. Ein weiterer Vorteil ist die kürzere Kapitalbindung, da die Beteiligungen schon einen gewissen Reifegrad besitzen. Die Rückflüsse von durch Dividenden und Veräußerungserlöse setzen damit deutlich früher ein.

Durch diese Rahmenbedingungen ist es zu einer Art „Boom“ in Secondaries Markt bekommen, der nicht zuletzt dadurch entstanden ist, dass angesichts Finanzkrise und düsterer Konjunkturlage viele Investoren in Liquiditätsengpässe geraten sind und ihre Beteilgungen abstossen wollen. Nicht zuletzt hat der massive Verlust an den Aktienmärkten zu einer Übergewichtung der Private Equity-Investitionen geführt (sog.“Denominator-Effekt“), die eine Umschichtung bei vielen Investoren erforderlich gemacht hat. Trotz des gestiegenen Volumens im Secondaries-Markt gibt es aktuell ein hohes Überangebot an verfügbaren Fondsbeteiligungen. Viele Verkäufer stehen wenigen Käufern gegenüber und es kommt zum Preisverfall. Die folgende Grafik zeit die Abweichung vom Nettoinventarwert (Quelle: Cogent Partners, 2008):

Der Markt geht davon aus, dass in den nächsten Jahren leicht 20% mit Secondaries zu holen sind. Da mir die Secondaries in der momentanen Zeit durchaus interessant erschienen, habe ich mich einmal auf dem Markt umgesehen und weiterlesen…

Asia Capital Private Equity Winner – Quartalsbericht Q4 2008

geschrieben am 09.09.2009; 1 Kommentar

Am 31.08.2009 kam der Quartalsbericht für Q4 vom Asia Capital Private Equity Winner. Diesen Fonds habe ich gezeichnet, weil ich nicht nur glaube, dass die Zukunft Asien gehört, sondern auch, weil ich an überdurchschnittliche Renditen von Private Equity im asiatischen Raum glaube. Nach eingehender Analyse angebotener Fondskonstrukte habe ich zum 31.12.2008 noch pünktlich den Asia Capital Private Equity Winner gezeichnet.

Über den Fonds habe ich ausführlich kurz nach der Zeichnung berichtet. An dieser Stelle noch mal eine kurze tabellarische Zusammenfassung:

Zusammenfassung Beteiligung Asia Capital Private Equity Winner

Zusammenfassung Beteiligung Asia Capital Private Equity Winner

Die Kosten des Dachfondskonstrukts sind zwar etwas höher, allerdings gibt es praktisch sonst gar keine Möglichkeit, im asiatischen Raum von PE zu profitieren.

Im Quartalsbericht wurde zum einen über die generelle Entwicklung der PE-Märkte berichtet , die Auswirkungen auf den Fonds dargestellt und die ersten drei Zielfonds vorgestellt.

Wir erinnern uns: Q4 2008 war das Quartal, in dem die Märkte alle in den Keller gerauscht sind und wir die heftigsten Auswirkungen der Finanzkrise gesehen haben. Die Bewertungen der PE-Zielunternehmen gingen genauso auf Talfahrt wie die Aktienmärkte. PE-Portfolios mussten die bilanzierten Werte deutlich nach unten anpassen. Einige mir bekannte Investmentbanker sahen  schon den Weltuntergang deutlich vor Ihren Augen… Mitten in diesem Getöse habe ich die 10.000 Euro in den Fonds investiert. Das Schöne ist, dass der Fonds in 2008 nur einen Zielfonds alloziert hatte, der erst im Jahr 2009 seinerseits die ersten Beteiligungen eingegangen ist. Die weiteren beiden Zielfonds wurden im Jahr 2009 alloziert. Rückblickend kann ich behaupten, zum Tiefpunkt der Entwicklung investiert zu haben, in dem das Umfeld für PE-Investitionen aufgrund der sinkenden Unternehmensbewertungen und günstigen Einstiegspreise sehr attraktiv war. Interessant fand ich die Darstellung der asiatischen IRR-Renditen aus dem Quartalbericht:

Private Equity IRRs Asien

Private Equity IRRs Asien

Die Darstellung zeigt weiterlesen…

Fidura Rendite Plus Ethik Gesellschafterversammlung 2009

geschrieben am 06.09.2009; 4 Kommentare

Wie angekündigt war ich vergangenen Donnerstag auf der Gesellschafterversammlung des Fidura Rendite Plus Ethik Fonds.

Den Fonds habe ich im Juni 2006 mit einer nominalen Summe von 19.500 Euro gezeichnet.  Gegenwärtig habe ich 5.565 Euro bereits eingezahlt, die verbleibenden ausstehenden Einlagen erbringe ich in Sparraten von monatlich 105 Euro.

Beim Fidura Rendite Plus Ethik Fonds handelt es sich um einen Private Equity Fonds, der direkt in Unternehmen investiert. Über den Fonds habe ich bereits mehrfach berichtet, z.B.:

Der Fonds ist als vermögensverwaltender Fonds konzipiert, was die folgenden Vorteile hat:

  • Der Fonds darf keine Dauerschuldverhältnisse eingehen, d.h. im wesentlichen kein Fremdkapital aufnehmen. Beteiligungen können also nicht –wie häufig üblich- durch Fremdkapital geleveraged werden, was eine Insolvenz des Fonds unmöglich macht.
  • Der Fonds darf keine Gewinne thesaurieren, d.h. Gewinne müssen bedingungslos an die Anleger ausgeschüttet werden.

Interessant war nun auf der Gesellschafterversammlung der Bericht über die Entwicklung der drei Beteiligungsunternehmen, über die ich im folgenden kurz berichten möchte. Mehr Details über die Unternehmen gibt es auch direkt bei Fidura auf der Homepage.

WebFactory

Das erste Beteiliungsunternehmen mit einer Beteiligungssumme von 500.000 Euro (alle Beteiligungssummen beziehen sich nur auf diesen und nicht auf den Vorgängerfonds) entwickelt sich sehr positiv. Das Produktportfolio  für Prozessvisualisierung wurde kürzlich (und noch öffentlich nicht offiziell) um ein Produkt erweitert, dass auf einem gegenwärtigen und zukünftigen „Hype“ basiert. Implementierung eines Piloten ist bereits für einen Kunden erfolgt, weitere fünf Kunden werden das Produkt implementieren. Kein Umsatzrückgang an der WebFactory-Front, sogar zu Finanzkrisen-Zeiten!

SensorDynamics

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Zeichnung Asia Capital Private Equity Winner

geschrieben am 30.01.2009; 3 Kommentare

Wie bereits angekündigt habe ich mein Portfolio um ein Private Equity Investment in Asien erweitert, und zwar um den PE-Fonds Asia Capital Private Equity Winner. Vor ca. einem Jahr habe ich verschiedene  Private Equity Fonds mit Schwerpunkt Asien analysiert. Damals hatte ich zwei Favoriten identifiziert:

  • Den BVT-CAM Private Equity New Markets Fund und den
  • Star Private Equity VI bzw. als Sondertranche den Asia Capital Private Equity Winner

Der BVT-CAM war der günstigere Fonds und die BVT hat auch einen guten Track-Record.  Allerdings haben die Vorgängerfonds BVT-CAM I-IV, die alle bereits Ausschüttungen vorgenommen haben, in anderen Regionen investiert und hatten ein sehr gutes Finanzumfeld, in dem Exits als IPOs für gute Renditen gesorgt haben. Das Hauptargument gegen den Fonds ist jedoch die Aufhebung des Joint Ventures mit dem Fondsmanagement CAM New Markets, der die eigentliche Expertise in den neuen Märkten mitgebracht hätte. Diese besteht jetzt nicht mehr.

Es blieb also nur noch der Star Private Equity VI bzw. der Asia Capital Private Equity Winner. Beide Fonds werden von der Rising Star AG aufgelegt und von der SCM (Strategic Capital Management) gemanagt. Die SCM arbeitet eigentlich ausschließlich für institutionelle Großkunden, High Net Worth Individuals (HNWI) und Pensionskassen mit Mandaten ab 100 Million Schweizer Franken. Außerdem hat die SCM einen Trackrecord von 21% IRR. weiterlesen…