Neuer Zertifikatesparplan

geschrieben am 11.07.2007; 5 Kommentare

In meinem letzten Beitrag habe ich über die Vorteile von Zertifikaten geschrieben. Ich habe auch für mich selbst die Konsequenzen gezogen und mein Portfolio umstrukturiert. Mein Commitment geht aber noch weiter, und zwar in Form eines Zertifikatesparplans.

Mit meiner Sparoffensive und dem Budgetplan (den ich im Begriff bin zu erstellen) will ich ab Anfang August mein Spartempo erhöhen. Für das Geld, was ich zusätzlich sparen werde, habe ich nicht mehr nach Fondssparplänen gesucht, sondern nach Zertifikatesparplänen- aus bekannten Gründen. Die Höhe, die ich monatlich zusätzlich sparen will, beträgt 900 Euro, davon jeweils 450 Euro in ein Produkt. Schon ein beträchtliches Sümmchen, deshalb habe ich mich auch erkundigt, wo ich die günstigsten Transaktionskosten erhalte. Ein Blick auf den folgenden Vergleich spricht ganz klar für einen Anbieter:

Zertifikatesparpläne und Kosten

Obwohl ich bei CortalConsors bin, habe ich zusätzlich ein Depot bei der DAB Bank eröffnet, die neben den günstigsten Konditionen auch noch die für mich interessantesten Zertifikate zum Besparen angeboten haben.



Das Online-Depotkonto der DAB bank

Und so sehen die Transaktionen aus:

  1. 450 Euro fließen in das im Mai neuaufgelegte DWS GO Emerging Markets 3rd Wave Zertifikat (WKN: DWS0GM). Es handelt sich dabei um die Nachfolge des Emerging Markets Trends nach BRIC (Brasilien, Russland, China, Indien) und den Next 11 (siehe mehr in Beitrag Transaktion #4 und #5: Kauf DWS0GF und GS8N11). Eine risikoreiche Investition in Länder also, die sich im Vergleich zu den BRIC- und auch noch den N11-Staaten in einer sehr frühen Entwicklugnsphase befinden. Mehr Infos gibt’s auf www.dws-go.de.
  2. Eigentlich sollte an dieser Stelle auch ein Zertifikatesparplan stehen. Aber ich bin momentan unentschlossen: Japan? Alternative Energien? Ich packe das Geld erstmal auf das DAB Konto, das mit 4% verzinst wird. So mehrt sich das Geld weiter und ich sichere mir Liquidität.



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Zertifikate

geschrieben am 09.07.2007; 4 Kommentare

Zertifikate? Bis vor Kurzem habe ich sie nie eines zweiten Blickes gewürdigt. Aktien, Fonds, Optionsscheine oder Anleihen- das waren meine Standardvehikel als Anleger. Bis mich letztens ein Kollege darauf aufmerksam gemacht hat, dass Zertifikate gar nicht so schlecht sind. Und ich realisiert habe, dass die Zertifikate, die aufgrund ihrer Themen zufällig in meinem Portfolio gelandet sind, sehr gut performt haben. Also habe ich doch einen zweiten Blick gewagt.

Ich bin also losgezogen und habe mir ein Buch besorgt: Generation Zertifikate von Deutschlands Zertifikateexperten Christian W. Röhl und Werner H. Heussinger. Ganz ehrlich: viel habe ich von dem Buch nicht erwartet, aber jetzt gehört es zu meiner Liste der besten Börsenbücher ever. Die "alten" Methoden des Investierens werden unter die Lupe genommen. Von Kostolanys mittlerweile überholten "Kauf Dir gute Aktien und leg’ Dich schlafen"-Methode, den Fehlgriffen mit Aktieneinzelselektionen, den Schneballsystemen bei Finanzberatungen und den überbezahlten Fondsmanagern, von denen zwischen 60 und 90 Prozent für eine schlechtere Performance als dem Benchmark sorgen.

Zertifikate sind da eine sehr gute Alternative. Bei ihnen handelt es sich um strukturierte Finnazprodukte, die die Wertenwicklung verschiedenster Underlyings (Indizes, Aktien, Anleihen, Rohstoffe, etc.) abbilden, evtl. noch bestimmte Zusatzfeatures wie Sicherheitspuffer aufweisen und direkt an der Börse handelbar sind. Sie besitzen vor allem folgende Vorteile:

  • Geringer Ausgabeaufschlag (i.d.R. 1 Prozent)
  • Geringe bis gar keine laufenden Kosten (da häufig nur ein Index abgebildet wird)
  • Bessere Performance als Fonds und Aktientitelselektion

Stimmt das? Beim einem Vergleich des Franklin Templeton mit einem vergleichbaren Indexzertifikat stimmt das schon. Der von Finanzberatern aufgrund hoher Provisionen so oft empfohlene Fonds schlägt mit 5,54% Ausgabeaufschlag und einem Total Expense Ratio (jährliche laufende Kosten eines Fonds) von 1,87% zu Buche. Diese 7,4% muss der Fonds im ersten Jahr erstmal aufholen, damit überhaupt Gewinn entsteht. Dafür, dass der Benchmark (MSCI World) Jahr für Jahr konsequent in der Performance unterboten wurde (!), ist der Fonds mir zu teuer… Mit dem Indexzertifikat auf den MSCI World der Raiffeisen Centrobank (WKN: 609407), das für einen Ausgabeaufschlag von ca. 1% und 0% laufenden Kosten zu haben ist, hätte man deutlich besser abgeschnitten.

Die Studien des Buches haben mich nachdenklich gemacht und ich habe eine Konsequenz gezogen: Der Franklin Templeton Growth und der DWS Vermögensbildung I aus meinem Portfolio sind aus dem Rennen. Das Geld dieser Flagschiff-Underperformer steckt jetzt in dem DWS GO Emerging Markets Infrastrukturzertifikat (WKN DWS0GF, 10% in einem Monat), dem UBS Asien REIT Top 20 (WKN: UB9ASH, ca. 35% seit 8 Monaten) und dem Emerging Global Challenger Zertifikat (WKN: GS6BAN, 15% seit Jahresanfang). Zwei davon dürften Dir ja durch die Ankündigung der Transaktionen bekannt sein. Die anderen Fonds haben noch eine Daseinsberechtigung für mich, da sie gut performen, u.a. der DWS Asien Top 50 oder der DWS Invest BRIC Plus.

Überprüfe mal Dein Portfolio- mit hoher Wahrscheinlichkeit ist einer der bei mir entsorgten Fonds da drin? Dann wäre es vielleicht an der Zeit, mal ein entsprechendes Zertifikat zu suchen.

Des weiteren habe ich Zertifikatesparpläne eingerichtet, auf die ab Beginn nächsten Monats einige Euros fließen sollen. Dazu mehr in meinem nächsten Beitrag.

Noch ein Tip am Rande: ABN Amro ist die Zertifikatebank Nr. 1. Um auf dem laufenden zu bleiben, gibt es einen wöchentlichen Zertifikate-Newsletter mit sehr informativen Marktberichten und eine monatliche Zeitschrift über die Märkte per Post. Die Informationen darin können durchaus so manchen Börsenbrief ersetzen. Hier der Link:

Transaktion #4 und #5: Kauf DWS0GF und GS8N11

geschrieben am 19.06.2007; 1 Kommentar

Jetzt investiere ich endlich mal das Geld, das so lange auf dem Tagesgeldkonto gewartet hat. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass momentan alle Werte recht teuer sind. Dennoch mußte ich zuschlagen, da ich den Märkten auf mittelfristige Sicht (ca. 1 Jahr) noch einen Schub nach oben zutraue. Meiner Meinung ist das Geld momentan in Aktien besser investiert als auf dem Tagesgeldkonto oder in Renten.

In diesen Transaktionen habe ich bewußt darauf verzichtet, Einzelwerte zu kaufen. Ich habe vor kurzem lernen müssen, dass Portfolios durchschnittlich mit (Index-)Zertifikaten besser laufen, als Fonds- oder Aktienportfolios. Guckt euch mein Portfolio an- die Einzelwerte sind keine Kursraketen. Die Indizes, einschließlich dem DAX, haben diese Werte von der Performance her locker in die Tasche gesteckt. Demnächst werde ich zu diesem Punkt noch einen gesonderten Artikel schreiben.

Jetzt zu den Transaktionen:

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Smava Kredit zu 8,7 % vergeben

geschrieben am 14.06.2007; 5 Kommentare

[ad#konsumentenkredit]
So, der erste Kredit bei Smava ist vergeben. Das Kreditprojekt wurde erstellt von einem Rentner, der seinem Sohn mit 8.000 EUR unter die Arme greifen will. Dafür zahlt er einen Zins von 8,7%, bei einer SCHUFA-Bonität von A. Das Ausfallrisiko in dieser Kreditwürdigkeitsklasse beträgt gerade einmal 1,38%. Die Laufzeit beträgt -wie bei Smava üblich- 36 Monate.

Der Deal ist ziemlich gut, wenn man sich die Durchschnittsrenditen der jeweiligen Bonitäten ansieht:

Rating Durchschnittszinsen
A 5,2 %
B 5,2 %
C 6,3 %
D 7,6 %
F 8,2 %
E 11,0 %

Beim Durchforsten der Kreditprojekte in den letzten Tagen habe ich auch Projekte gesehen, bei denen ein Zins von 4% in der Bonitätsklasse E angeboten wird- angesichts des hohen Ausfallrisikos gar kein guter Deal. Aber bei der besten Bonitätsklasse und einem so guten Zins kann ich nicht nein sagen.

Abgezogen wird von den 8,7 % Zinsen noch ein Risikoaufschlag von ca. 0,43 %, der dem Anleger-Pool zugeführt wird. Also rechne ich mit etwa 8,27 % Zinsen auf meine investierten 500 EUR.

Bisher ist noch kein Kreditvertrag zustande gekommen, da das Kreditprojekt noch nicht voll finanziert ist bzw. die Laufzeit des Angebots noch nicht abgelaufen ist. Erst wenn dies der Fall ist, kommt es zu einem Vertrag.

Wenn ich noch weitere Projekte entdecken sollte, die attraktiv klingen, würde ich mehr Geld investieren und streuen. Irgendwann gibt’s dann ein Fazit auf diesem Blog, inklusive einer Zahlungsausfallstatistik. Monatliche Updates gibt’s natürlich in den Monatsabschlüssen.

Danke nochmal an die Smava-Hotline für die Hilfe!