Nun ist es mal wieder Zeit, einen Kommentar über die Märkte zu geben. Anlass dafür ist eigentlich ein gestriges Gespräch mit einem Kollegen, der bei uns für die Sales verantwortlich ist. Unsere Kunden sind Großunternehmen, die jetzt zunehmend auf die Auswirkugnen der Finanzkrise und die damit einhergehenden Nachfragerückgänge reagieren. D.h. konkret, dass z.B die Autohersteller ihre Produktion drosseln bzw. Mitarbeiter Zwangspause verordnen. Desweiteren werden Einstellungsstops eingeführt und Budgets eingefroren bzw. gekürzt. Gerade der letzte Punkt, das Einfrieren von Budgets, trifft uns unmittelbar, denn Projekte lassen sich keineswegs mehr so leicht plazieren. Jetzt hat sich die Finanzkrise so weit ausgeweitet, dass wir als Kollegen und ich es unmittelbar zu spüren bekomme. Auch in den Nachrichten ist das Thema nicht zu überhören. An den Börsen regiert die Panik.
Für Dich und mich als Finanzinteressierte hat sich die Krise schon lange angekündigt, nur das Ausmaß konnten wir uns nicht so ganz vorstellen. Ich habe bereits mehrere Artikel zu diesem Thema verfasst, u.a.:
- 25.02.2007: Bookreview “Der Crash kommt” (ein Buch von Prof. Dr. Max Otte)
- 17.08.2007: Chronik der US-Hypothekenkrise: Meine ersten Stopp-Loss Orders greifen
- 21.01.2008: Der Crash? Und eine Krisenstrategie
Im letzteren Artikel habe ich auch die prozentuale Verteilung für die Asset Allocation in der Krise aufgeführt: 20% Aktienanteil, Bargeld und Anleihen 25%, Gold und Goldaktien 35%, Immobilien 20%. Ich habe zwar ein bißchen Gold gekauft und mein Aktienanteil hat sich auf mittlerweile unter 20% meines Gesamtvermögens durch Auslösung von Stopp-Loss-Orders und durch Wertminderung verringert, aber so richtig glorreich habe ich nicht gehandelt. Mein Aktienportfolio hat ca. 30% an Wert verloren, wenn ich die Verluste nicht berücksichtige, die in der fondsgebundenen Riesterrente entstanden sind (die Auszahlung der nominalen Einzahlungen ist staatlich garantiert). Zum Glück gibt es immer Leute, die alles vorausgesehen haben und alles richtig gemacht hätten, aber das eigene Portfolio wollen sie dann doch nicht offenlegen (Aqua… ;) ). Aber ich sehe auch, dass es anderen ähnlich geht wie mir. Z.B. Kursverluste im Monatsvergleich von 2.285 Euro auf http://www.unabhaengigsein.com/.
Viel wichtiger ist aber, wie es nun weitergeht. Und was ich mit meinen Positionen mache, die teilweise 50% ins Minus gerutscht sind.
Fakt ist, weiterlesen…


